Wasserpreise sollen stärker sinken

Berliner Zeitung
02.04.2012

ABMAHNUNG
Wasserpreise sollen stärker sinken
Von Jan Thomsen

Berlin – Im Ringen um die Wasserpreis-Kontrolle schickt das Kartellamt eine zweite Abmahnung nach Berlin und verschärft den Druck im Streit noch einmal. Für die Bonner geht es um viel. Doch dass die Preise sinken, ist längst nicht ausgemacht.

Es gab wohl schon schönere Wochenanfänge für den Chef der Berliner Wasserbetriebe (BWB): Jörg Simon, 49, musste am Montag ein weiteres Schreiben des Bundeskartellamts in Empfang nehmen, das im Betreff das Wort „Abmahnung“ nennt. Der Druck auf das seit 1999 knapp zur Hälfte privatisierte Unternehmen, die Preise zu senken und damit auf Einnahmen zu verzichten, steigt so in einer ohnehin schon komplizierten Gemengelage gewaltig.

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Wasserbetriebe erneut abgemahnt

neues deutschland
03.04.2012

Berlin/Brandenburg
Kartellamt fordert Senkung der Preise um 20 Prozent?/?Initiative begrüßt Ansage
von Martin Kröger

Der Austausch von Argumenten zwischen den Berliner Wasserbetrieben (BWB) und dem Bundeskartellamt über die Trinkwasserpreise in der Hauptstadt geht in die nächste Runde. Gestern schickte die Bonner Bundesbehörde dem Berliner Versorger erneut ein Abmahnschreiben zu: Demnach müssen die »abgabenbereinigten Wasserpreise« in Berlin im Jahr 2012 durchschnittlich um 21 Prozent gegenüber 2010 abgesenkt werden, für die Jahre 2013 bis 2015 mahnt das Bundeskartellamt Senkungen um im Schnitt 20 Prozent an.

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Niedrige Preise, Ahoi!

taz.de
02.04.2012

WIEVIEL RÜFFEL BRAUCHT ES NOCH?
Niedrige Preise, Ahoi!
Kommentar von Sebastian Heiser

Das Verfahren des Bundeskartellamts ist der beste Weg, das Berliner Wasser endlich billiger zu machen. Wenn die Behörde wie am Montag angekündigt die Preise per Verfügung deutlich senkt, profitieren die Verbraucher davon sofort. Und sie müssen nicht über einen Umweg doch noch zahlen.
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Krasser Wasserschaden

taz.de
02.04.2012

STREIT UM WASSERPREISE IN BERLIN
Krasser Wasserschaden
von Sebastian Heiser

Das Bundeskartellamt verdonnert die Berliner Wasserbetriebe erneut zu einer Preissenkung. Die soll jetzt noch größer ausfallen.

Das ging nach hinten los: Mit ihrem Widerstand gegen eine Abmahnung durch das Bundeskartellamt haben die Berliner Wasserbetriebe eine neuerliche Abmahnung provoziert. Jetzt sollen die Wasserpreise noch stärker sinken.
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Kartellwächter erhöhen Druck auf Wasserbetriebe

Tagesspiegel / dpa
02.04.2012

Umstrittene Preisbildung
Kartellwächter erhöhen Druck auf Wasserbetriebe

Der Wasserpreis in Berlin muss nach Ansicht des Bundeskartellamts um ein Fünftel sinken. Damit mahnen die Wettbewerbshüter das Unternehmen bereits zum zweiten Mal ab.

Die Wasserpreise in Berlin müssen nach neuen Erkenntnissen des Bundeskartellamtes noch stärker abgesenkt werden als in einer ersten Abmahnung im Dezember 2011 gefordert. Nach der Stellungnahme der Berliner Wasserbetriebe (BWB) zur Abmahnung vom 5. Dezember hat die Behörde umfangreiche Nachermittlungen eingeleitet.

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Hürdenlauf gen Brüssel

Süddeutsche Zeitung
01.04.2012

EU Bürgerinitiativen
Hürdenlauf gen Brüssel
Von Julia Prummer, Brüssel

Tiertransporte werden verboten, Mama und Papa müssen die Sonntage mit dem Nachwuchs verbringen und die Wasserversorgung bleibt in öffentlicher Hand – das könnte bald EU-weit Wirklichkeit werden. Denn ab 1. April sammelt die Europäische Bürgerinitiative Unterschriften. Bis daraus Gesetze werden gilt es aber zahlreiche Hürden zu nehmen.

Wenn es nach dem Gewerkschafter Pablo Sánchez ginge, würde die Europäische Union die Wasserversorgung zur öffentlichen Dienstleistung erklären. Öffentliche Wasserbetriebe könnten dann nicht mehr an private Betreiber verkauft werden, nur um die Kassen von Kommunen und Regionen zu füllen. Die Gefahr von übertriebenen Preiserhöhungen wäre in den Augen von Sánchez gebannt.
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