Anti-Fracking-Plakat zum Download

Hand Stop-fracking Auf dem bundesweiten Bündnistreffen von Gegen Gasbohren August 2015 wurde beschlossen, ein Anti-Fracking-Plakat zu entwerfen, das jeder von der Website herunterladen und vor Ort oder als Anzeige verwerten kann. Dieses Plakat ist nun fertig. Carsten Schmitt vom Gemeinnützigen Umweltschutzverein pro grün e.V. Paderborn hat es entworfen. Derprogruen Text entspricht unserem am 6.9. versandten Offenen Brief an Angela Merkel, Barbara Hendricks, Sigmar Gabriel und die Bundestagsabgeordneten.

 

 

Der Text auf dem Plakat lautet:

„Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,stop-fracking-plakat
sehr geehrte Mitglieder des Bundestages,
Sie wollen jetzt im Bundestag über ein Gesetzespaket
entscheiden, das Fracking in Deutschland ermöglicht.
Wir fordern Sie auf, dieses Fracking Gesetz abzulehnen,
ein Moratorium zu beschließen und durch Änderung des
Bundesberggesetzes Fracking zur Aufsuchung und
Förderung von Erdöl und Erdgas zu verbieten.
Fracking ist mit hohen Risiken verbunden:

Trink- und Grundwassergefährdung,
Gesundheitsschädigung durch austretende Giftstoffe,
Erdbeben mit der Schädigung von Häusern,
Klimaschädigung durch gefracktes Erdgas (Methan) und
Flächenzerstörung durch Industrialisierung der Landschaft.
Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrte Bundestagsabgeordnete,
bitte bedenken Sie:
Sie sind der Förderung des Wohls des deutschen Volkes
verpflichtet, nicht einer Wirtschaftslobby, sagen Sie Nein
zum Fracking, und verbieten Sie es per Gesetz!“

Das Plakat kann HIER (PDF, 3,7MB) heruntergeladen werden.

 

Privatisierung des Krieges – Nur in Kriegszeiten verdienen Sicherheits- und Rüstungsfirmen Geld

Süddeutsche Zeitung
10.09.2015

Bundeswehr. Private Söldner unterwandern die Truppe
Von Christian Fuchs und Hauke Friederichs

Längst haben private Dienstleister sensible Aufgaben der Bundeswehr übernommen. Die Soldaten verlieren dadurch Kompetenzen – auch politisch ist das heikel.

[…]
Sicherheits- und Rüstungsfirmen hätten beispielsweise ein Interesse daran, dass militärische Konflikte möglichst lange dauern, sagt Politikwissenschaftler Tim Engartner. „Denn nur in Kriegszeiten verdienen sie viel Geld.“ Darum fordert Engartner ein „nationales Verteidigungsmonopol“, das auch die Vereinten Nationen vorsehen.

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Privatisierung der Gesundheitsversorgung gefährdet das Patientenwohl

Frankfurter Rundschau
04.09.2015

Gießen/Marburg. Personal bei Rhön stöhnt
Von Jutta Rippegather

Führungskräfte der [privatisierten] Rhön-Universitätsklinik schlagen Alarm. In einem Brandbrief bitten sie den Konzern darum, von den Plänen eines weiteren Stellenabbaus Abstand zu nehmen. Sie sehen die Sicherheit der Patienten gefährdet.

Wieder schlagen führende Kräfte der privatisierten Rhön-Universitätsklinik wegen Personalmangels Alarm. Diesmal sind es 43 Vertreter von Stations- und Funktionsleitungen, die in einem Brandbrief an die Geschäftsleitung vor den Folgen warnen. „Wir erkennen zunehmend mehr Gefährdungssituationen für die uns anvertrauten Patienten“, heißt es in dem Schreiben an die Geschäftsführung, das der Frankfurter Rundschau vorliegt. „Wir tragen große Sorgen, dass durch die kontinuierliche Arbeitsverdichtung für das Pflegepersonal, vor allem für unsere Patienten, aber auch für unsere Mitarbeiter, ein gesundheitlicher Schaden entstehen könnte.“

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TTIP – Bildung unter’m Hammer

DEUTSCHLANDFUNK
12.09.2015

DLF
Freihandelsabkommen TTIP. Die Angst vor dem Verkauf der Bildung
Von Benedikt Schulz

Durch das geplante transatlantische Freihandelsabkommen sehen Gewerkschaften das deutsche Bildungssystem in Gefahr. Sie befürchten, TTIP könnte die hohen Qualitätsstandards senken, wenn US-Unternehmen hierzulande Schulen oder Weiterbildungseinrichtungen gründen würden. […] Und hier Deutschland, wo Bildung traditionell als öffentliches Gut gilt, als eine Aufgabe, die genuin dem Staat zukommt – frei von Marktlogik und dem Zwang zur Rentabilität.

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Razzia beim Kalikonzern K+S

Landeskriminalamt Thüringen
09.09.2015

Medieninformation
Durchsuchungen bei der K+S Aktiengesellschaft

Die Staatsanwaltschaft Meiningen und das Landeskriminalamts Thüringen führen ein umfangreiches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Unerlaubten Umgangs mit Abfällen gem. § 326 StGB gegen die K+S Aktiengesellschaft.

K+S Abraumhalde

  Foto: Jürgen Weingarten | pixelio.de

Im Rahmen dieses Verfahrens durchsuchen seit den frühen Morgenstunden Ermittler in Thüringen, Hessen und Rheinland-Pfalz Büro- und Geschäftsräume der K+S Aktiengesellschaft sowie Privathäuser.
Der Tatvorwurf richtet sich gegen Verantwortliche der K+S Aktiengesellschaft sowie deren Tochtergesellschaften in Kassel, Unterbreizbach und Philippsthal sowie gegen Behördenvertreter aus Thüringen. Ausgangspunkt dieses umfangreichen und langjährigen Verfahrens ist eine Strafanzeige der Gemeinde Gerstungen.
Es besteht der Tatvorwurf, dass im Zeitraum von 1999 bis 2007 insgesamt 9,5 Millionen Kubikmeter bei der Kaligewinnung des Werks Unterbreizbach angefallener Abfall, insbesondere Salzlauge, in den sogenannten Plattendolomit der Gerstunger Mulde als zu erprobender Pufferspeicher versenkt wurden. Tatsächlich waren die erforderlichen Voraussetzungen zur Versenkung von Kaliabwässern nach dem Wasserrecht nicht gegeben. Die wasserrechtliche Erlaubnis für K+S erteilte das Thüringer Landesbergamt.
Aufgrund der geologischen Beschaffenheit der Gerstunger Mulde musste von vornherein damit gerechnet werden, dass die versenkten Mengen an Salzlauge nicht wie angenommen in der Speicherformation „Plattendolomit“ verbleiben, sondern sich unkontrolliert ausbreiten.
An der Durchsuchung nehmen neben Staatsanwälten der StA Meiningen, Beamte des Landeskriminalamtes Thüringen (TLKA) und der Kriminalpolizeiinspektionen aus Thüringen sowie der Bereitschaftspolizei Thüringen teil. Sie werden von Experten des Bundeskriminalamtes und externen Gutachtern unterstützt.

zur Medieninformation des LKA Thüringen hier

Thilo Bode zu TTIP: „Da entsteht eine Paralleljustiz“

der Freitag
9.9.2015

„Da entsteht eine Paralleljustiz“

Jakob Augstein im Gespräch mit Thilo Bode über TTIP, die Gefahren für die Demokratie und den wachsenden Widerstand gegen das geplante Abkommen

Jakob Augstein: Herr Bode, die Mehrheit der Europäer hat mit dem geplanten Freihandelsabkommen TTIP kein Problem – nur die Deutschen finden es ganz schlimm. Ist das die German Angst?
Thilo Bode: Nein, das glaube ich nicht. Eher Rationalität, die Leute informieren sich halt. Je mehr sie wissen, umso stärker sind sie gegen die Hinterzimmer-Absprachen zwischen den USA und Europa.

Zum vollständigen Interview