NOlympia Zeitleiste

2014

FEBRUAR
16. Februar
Olympia – Kosten Sotschi
Simon Pausch: Sotschi 2014. Teurer als alle bisherigen Winterspiele zusammen. In: Welt.
Teaser: „Die Rechnung erscheint unglaublich. Die Winterspiele von Sotschi kosten mit 50,8 Milliarden Dollar mehr als alle 21 bisherigen zusammen. Überall wird geklotzt. Die Nachhaltigkeit steht in Frage.“

JULI
Demokratie-Simulation:
Senat startet eine „Umfrage“ zur Olympia-Bewerbung Berlin.
Dazu: Sabine Beikler: Olympische Spiele in Berlin? Senat versteckt Bürgerbefragung zu Olympia. In: Tagesspiegel, 29. Juli. Ausschnitt: „Doch ausgerechnet die kürzlich gestartete Onlinebefragung zum Thema ist auf dem offiziellen Hauptstadtportal nicht auf Anhieb zu finden. […] Die Frage, ob man für oder gegen die Ausrichtung von Olympischen und Paralympischen Spielen in der Hauptstadt ist, wird auch nicht gestellt.“
Ergebnisse der Befragung zur Grundausrichtung einer möglichen Bewerbung Berlins für Olympische und Paralympische Spiele
[Kommentar: Nicht nur, dass der Senat die Umfrage „versteckt“, sondern auch, dass es nicht möglich ist, einer Ablehnung einer Olympia-Bewerbung Ausdruck zu geben, beweist, dass der Berliner Senat hier wieder einmal Bürgerbeteiligung simuliert.]

1. Juli:
Der Berliner Wassertisch spricht sich auf dem Plenum gegen die Olympischen Spiele in Berlin aus (vgl. dazu Statement vom 15. März 2015)

10. Juli
Contra Olympia:
Gabriele Hiller: Für Berlin. Gegen Olympia.

17. Juli:
Das Bündnis NOlympia-Berlin wird gegründet

AUGUST
Presseschau NOlympia München
Der NABU Berlin tritt dem Bündnis NOlympia-Berlin bei: „Der NABU Berlin hat sich im August 2014 dem NOlympia-Bündnis angeschlossen. Die Naturschützer lehnen eine weitere Verdichtung Berlins auf den derzeit noch vorhandenen Freiflächen zulasten von Natur- und Klimaschutz ab. Außerdem ist zu befürchten, dass durch eine Olympiabewerbung zu viele personelle Ressourcen gebunden werden und fordert anstatt dessen in eine ausreichende personelle und finanzielle Ausstattung der Naturschutzbehörden zu investieren. Darüber hinaus lehnt es der NABU Berlin ab, dass mehr als 60 Mio. EUR alleine für die Bewerbung und somit für ein nachweislich nicht nachhaltiges Projekt ausgegeben werden, anstatt drängendere Probleme zu lösen.“ (Quelle)

5. August:
Der Berliner Wassertisch spricht sich auf dem Plenum dafür aus, dem Nolympia-Bündnis beizutreten.

8. August:
Bund der Steuerzahler: Bewerbung um Olympia 2000. Bund der Steuerzahler erinnert an die beispiellose Steuergeldverschwendung.

29. August
Contra Olympia:
DPA: Olympia in Berlin Olympia-Gegner warnen vor steigenden Immobilienpreisen. In: Berliner Zeitung.

SEPTEMBER
Der Bund der Steuerzahler warnt vor einer Bewerbung Berliner für Olympia 2024 und 2028: Berlins Olympia-Bewerbung für die Sommerspiele 2024 oder 2028. „Es wird auch Milliarden kosten, auch das ist klar!“

Olympische Spiele und Mietenproblematik:
Stefan Hernádi: Olympischer Geist der Verdrängung. In: Berliner Mieterecho.

Forsa-Umfrage:
Berlin: 49% gegen die Spiele, 48% dafür
Hamburg: 44% gegen die Spiele, 53% dafür

1. September:
Broschüre Senat: Interessensbekundung Berlins für Olympia.
Berlin.de: Die ganze Welt in unserer Stadt – Senat bekundet Interesse für Olympia in Berlin ; Broschüre zum Download: Die ganze Welt in unserer Stadt – Interessenbekundung Berlins für Olympische und Paralympische Spiele; Argumentationspapier Olympia

4. September:
Olympisches Dorf contra Hightechpark Flughafen Tegel:
Ralf Schönball: Sommerspiele in Berlin Olympisches Dorf gefährdet Hightechpark am Flughafen Tegel. In: Tagesspiegel, 4.9.2015. Ausschnitt: „5000 Wohnungen für das olympische Dorf? Der Bezirk Reinickendorf warnt: Das bedroht den geplanten Hightechpark, der auf dem Areal des Flughafens Tegel entstehen soll.“

11. September:
NOlympia Bündnis übergibt Thesen an DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann (dazu Presseerklärung)

Contra Olympia:
Dr. Gabriele Hiller (MdA, DIE LINKE): An den DOSB: Für Berlin. Nicht für Olympia.

16. September:
Veranstaltung. Sportliches Spektakel für die einen – Bürde für die anderen: Braucht Berlin Olympia? mit Jens Weinreich (Sportjournalist), Judith Demba (Geschäftsführerin Naturfreunde Berlin), Mehmet Yildiz (Sprecher Sport, Linksfraktion Hamburg)

30. September, 19:30:
Pro-Olympia-Veranstaltung:
Berliner Wirtschaftsgespräche zu Olympischen Spielen Berlin: Olympische Sommerspiele 2024 in Berlin?

OKTOBER
Olympische Spiele und Sicherheit:
NDR: Hamburgs Olympia-Pläne brauchen Sicherheit. Ausschnitt: „Dass in London allerdings sogar Kriegsschiffe, Boden-Luftraketen und Eurofighter-Jets aufgeboten wurden, leitete eine neue Ära ein. Was auch für die rekrutierten 20.000 Soldaten und 70.0000 Freiwilligen galt. Die Kosten für die Sicherheitsvorkehrungen stiegen auf 1,2 Milliarden Euro. In Montreal 1976, den ersten Sommerspielen nach dem Terroranschlag von München, waren es umgerechnet rund 55 Millionen Euro. […] Sotschi toppte alles bisher Dagewesene. Straßensperren wurden schon Wochen vor den Spielen in der Schwarzmeerstadt errichtet. Auf Überwachungssatelliten, Drohnen und Boden-Luftraketen wollten und konnten auch die Russen nicht verzichten. Das Kontingent an Soldaten wurde im Vergleich zu London auf 37.000 fast verdoppelt – die Kosten auch.“

7. Oktober:
Pro Olympia. Gemeinsame PR-Aktion vom BUND Berlin und Landessportbund Berlin:
Der Landessportbund Berlin startet zusammen mit dem BUND Berlin die Onlineplattform: Wie stehen Sie zu einer möglichen Bewerbung Berlins um Olympische und Paralympische Spiele 2024 oder 2028?
Kosten – laut Tilmann Heuser – pro Verein 1000 Euro. BUND Berlin und LSB Berlin erhoffen sich 5000 TeilnahmerInnen. Bis zum 1.3.2015 waren es 525.

Dazu:
Susanne Gugel: BUND und Landessportbund starten Online-Dialog – Noch mehr Fragen an die Bürger zur Olympia-Bewerbung. In: RBB, 7.10.2014.
[Der Berliner Wassertisch bewertete dies von Beginn an als eine PR-Aktion für die Olympischen Spiele. Es sollten seiner Meinung nach positive Nachrichten generiert werden. Dass dies der Fall war, bewies später ein Artikel im RBB von Ende Oktober.
Hier wurde getitelt „Mehrheit der Berliner für Olympia“*, obwohl sich bis dato nur um 400 TeilnehmerInnen handelt, von denen sich ca. 260 für eine Austragung starkmachen. Vermutlich aufgrund der vielen hämischen Kommentare wurde der Titel geändert und der Artikel um die Botschaft angereichert, dass sich nun auch der Berliner Fußball-Verband pro Olympia positioniert. Damit rutschte die Schlagzeile auf eine tiefere Ebene und verlor an Bedeutung. Der Wassertisch fühlte sich aber in seiner Annahme bestätigt, dass es sich um eine PR-Aktion handelt.
*Da der Titel geändert wurde, kann der genaue Wortlaut nicht mehr wiedergegeben werden.]

17. Oktober:
RBB: Vorgaben von SPD, CDU und Piraten beschlossen – Abgeordnetenhaus für Olympia-Bewerbung. Verabschiedet wurden die Vorgaben mit den Stimmen von SPD, CDU und Piraten. Grünen enthielten sich – Linke lehnen ab.
Sik: Sommerspiele 2024 oder 2028. Große Koalition und Piraten für Olympia-Bewerbung. In: Tagesspiegel. Ausschnitt: „Im Abgeordnetenhaus haben lediglich die Linken gegen die Entschließung gestimmt; sie lehnen eine Bewerbung Berlins ab. Die Grünen enthielten sich. Sie stehen Olympia nicht grundsätzlich negativ gegenüber, haben aber viele Einwände und Forderungen.“
[Abgeordnete der Piraten: Simon Kowalewski stimmte gegen die Bewerbung, Philip Magalski enthielt sich. Gerwald Clausbrunner twitterte vom Krankenbett, dass er sich gegen die Bewerbung ausspricht.]

18. Oktober:
DOSB beschließt Olympia-Bewerbung für 2024 oder 2028 Bericht ZDF

Vgl. NOlympia: Presseerklärung anlässlich Beschluss des DOSB für die Bewerbung 2024/2028. DOSB will sich mit Berlin und Hamburg für die Olymp. Spiele 2024 und 2028 bewerben

28. Oktober:

Bislang hat noch keine Stadt eine Kandidatur für die Spiele 2024 eingereicht (Quelle: Spiegel, 28.10.2014)

29. Oktober:
Umfrage:
Tagesspiegel: „Soll sich Berlin für Olympia bewerben?“ Teilnehmer: 19602. 33% Ja klar! 66% Nein, auf keinen Fall! 7% ist mir egal.

31. Oktober:
Naturzerstörung durch Olympia:
Demonstrationen gegen Naturzerstörung durch olympische Golfplätze in Brasilien. Artikel: Tobias Käufer: Proteste gegen Golf in Rio. Lieber Tiere als Tiger Woods. In: FAZ.

NOVEMBER
2. November
Kosten
Jan Dams, Michael Gassmann u. Martin Greive: Kosten für Olympische Spiele sind noch völlig offen. In: Welt.

11. November
Treffen von Vertretern des NOlympia-Bündnisses mit dem DOSB auf Einladung des DOSB
Anwesend vom DOSB: Alfons Hörmann (Präsident), Dr. Michael Vesper (Generaldirektor), Christian Klaue (Pressesprecher)
Anwesend vom Bündnis: Grüne Liga Berlin, Nabu Berlin, Berliner Wassertisch, Büro für Umweltkommunikation, Die LINKE, Privatperson.
Fazit des Treffens: Es gibt keine Grundlage für eine Zusammenarbeit, da die Positionen zu konträr sind. Aufgrund dessen besteht auch kein Bedarf nach weiteren Treffen.

18. November:
Contra Olympia:
Veranstaltung: Volxsport statt Olympia.

Es entsteht der Initiativkreis „Olympia verhindern – überall!“ Website

20. November:
Kosten Olympia:
Jens Anker: Londons Olympia-Macher zweifelt am Berliner Konzept. In: Berliner Morgenpost. Teaser: „Klaus Grewe koordinierte den Bau der Olympiastätten für London 2012. Ihm missfällt das dezentrale Konzept mit dem Athletendorf in Tegel, weil damit die Sicherheitsvorkehrungen unplanbar teuer werden.“

23. November:
Olympia und Naturschutz sind ein Widerspruch:
BUND Bundesdelegiertenversammlung beschließt, den Olympischen Spielen gegenüber ablehnend zu stehen und bis 2015 eine detailliertere Position zu erarbeiten.

24. November:
NOlympia Veranstaltung: München-Hamburg-Berlin – gemeinsam gegen Olympischen Größenwahn. Mit Axel Doering und Dr. Wolfgang Zängl (Café Sybille, Karl-Marx-Allee 72).

Intransparenz: Der DOSB und sein geheimes Vermögen
WDR: Geheimes Vermögen. Teaser: „Der Deutsche Olympische Sportbund DOSB preist sich gern für seine Transparenz. Doch wie offen geht er mit den eigenen Finanzen um? Brisant und weitgehend unbekannt: Die DOSB-Spitze unterhält heimlich eine zweite Kasse – zur freien Verfügung allein des Präsidiums. Sie ist gut gefüllt, auch mit Geld, das den Mitgliedsverbänden entzogen wurde.“

26. November:
Der Senat stellt acht Olympia-Botschafter vor, darunter den Spitzenkoch Tim Raue. Dieser berichtet, wie begeistert sein Großvater von den Olympischen Spielen 1936 (!) war. RBB Bericht

Umfrage RBB:
RBB startet Umfrage: Olympia oder NOlympia? Ergebnis: 64% sagen: „Nein – bloß nicht!“, 19% sagen: „Ja, aber nur wenn die Bürger vorher dazu befragt werden und dem mehrheitlich zustimmen!“ und nur 17% sagen: „Ja, auf jeden Fall!“ [Stand: 1.12.2014]

27. November:
Intransparenz: Der DOSB und sein geheimes Vermögen
Sport1: Wirbel um DOSB-Stiftung.

DEZEMBER
Presseschau von München gegen Olympia 2022

1. Dezember:
Bundesinnenminister Thomas de Maizière spricht sich für Olympische Spiele 2024 aus (Artikel im Handelsblatt)

Bündnis 90/Die Grünen Berlin:
Olympische Spiele – Ferienzeit für Bürgerrechte?

2. Dezember:
Demokratie-Simulation:
Senat startet erneut eine Schein-Umfrage. Wieder ist ein NEIN zu den Spielen nicht vorgesehen.
Artikel Tagesspiegel: Neue Olympia-Aktion des Senats. Ja oder Ja – die Berliner haben die Wahl.
[Nachtrag: Ergebnisse der Online-Umfrage zu den Ideen des Senats für ein Berliner Olympiakonzept]

Radio F-hain: Interview mit Sigrun Franzen (Berliner Wassertisch) für das Bündnis NOlympia zum Thema „Olympia“ im Radio (Ab Minute 24:48)

4. Dezember:
Wolf-Sören Treusch: Die Liebe zum Großereignis. Eine Frage der Stimmung. Berlin ist gespalten über die Vor- und Nachteile einer Olympiabewerbung für 2024. In: Deutschlandradio Kultur.

IOC – Agenda 2020:
Frankfurter Rundschau: IOC: Bach setzt alles auf eine Karte.

5. Dezember:
Martin Kröger: Grüne wollen City Tax für Sportstätten nutzen. In: Neues Deutschland. Zitat: »Die Hoffnung, mit der Olympia-Bewerbung würden alle bezirklichen Sportstätten saniert werden, gehört ins Reich der Legenden«, sagt Schillhaneck.“

Pro Olympia:
Jens Uthoff: Interview mit Klaus Böger (Präsident des LSB): Olympiabewerbung von Berlin. „Keine Londoner Verhältnisse“.

Kosten, Sotschi:
Johannes Aumüller, Sotschi: Kosten für Olympia in Sotschi. Danke, Steuerzahler. In: Süddeutsche.de

6. Dezember:
DOSB-Mitgliederversammlung in Dresden:
Die Mitglieder beschließen, dass sich Deutschland für die Olympischen Spiele 2024 bewerben soll. Präsident Alfons Hörmann wird im Amt bestätigt. Vgl. ZEIT: Olympischer Sportbund beschließt Bewerbung offiziell.

8./9. Dezember:
IOC – Agenda 2020:
Sondervollversammlung des IOC in Monte Carlo: IOC-Präsident Thomas Bach stellt sein 40-Punkte-Reform-Programm vor („Olympische Agenda 2020“). IOC beschließt „Reformen“. Reaktionen:
DJV: Pressemitteilung: Olympia-Kanal. Kein TV-Ersatz, v. 9.12.2014.
Eva Simeoni: Bachs Agenda 2020. In: FAZ, v. 10.12.2014.
Thomas Kistner: Dopingvorwürfe stören den schönen Schein. In: Süddeutsche, v. 9.12.2014.
Initiativkreis Olympia verhindern – Überall!: Pressemitteilung, 11.12.2014.

12. Dezember:
Bettina Kiwitt: Ehemalige Athleten. Sie wollen die Olympischen Spiele nach Dortmund holen. In: Ruhrnachrichten.
Dagegen: Regionalverband Ruhr sieht Olympia in Dortmund skeptisch. In: WAZ, 16.12.2014.

13. Dezember:
Über NOlympia Berlin:
Bericht FRN: NOlympia Berlin – ein Bündnis. (Audio 49:48 min, 46 MB, mp3)
„Ende November 2014 wurden Berlin und Hamburg vom Deutschen Olympischen Sportbund offiziell als Kandidaten für die Olympischen Spiele 2024 oder 2028 nominiert. Dagegen regt sich Widerstand. Judith Demba von den Naturfreunden Berlin und Sigrun Franzen vom Berliner Wassertisch im Interview bei CoLaboRadio“

15. Dezember, 18:30:
Pro-Olympia-Veranstaltung:
Landessportverband Berlin zusammen mit der Stiftung Zukunft Berlin: „IOC-Reform Agenda 2020 – Ein Fortschritt?“ Max-Schmeling-Halle, VIP-Lounge, Falkplatz 1, 10437 Berlin. Zu den Veranstaltern gibt es hier Informationen.
Zur Veranstaltung: Proteste bei Olympia-Debatte. In: Sport 1.
Berlin sucht seinen Olympia-Weg: ‚Wir brauchen ein Verfahren‘. In: Sportportal, 16.12.2014.
Tim Zülch: Kontroversen um Olympia. In: Neues Deutschland, 17.12.2014.
Olympia: Lautstarke Proteste bei Olympia-Debatte in Berlin. In: Focus, 15.12.2014.
Berlin sucht seinen Olympia-Weg: ‚Wir brauchen ein Verfahren‘. In: Sportportal.de, 16.12.2014.
Kritik an Transparency International, deren Vertreterin Sylvia Schenk (SPD), sich – ganz im Sinne der SPD Berlin – für Olympia ausspricht: Kommentar von sport-berlin,

Breite Hofberichterstattung für Olympia. Angeblich wünscht sich die Mehrheit der deutschen Bevölkerung die olympischen Spiele in Deutschland.
Stern: Die Mehrheit der Deutschen ist für Olympia.
FAZ: Mehrheit der Deutschen will Olympia.

Bewerbung Roms für Olympischen Spiele 2024:
Rom bewirbt sich um die Olympischen Spiele 2024. Vgl. Rom will Olympia. In: FAZ, 15.12.2014.

17. Dezember:
Bundestag Antrag Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: Für verbindliche politische Regeln im internationalen Sport – Menschenrechte achten, Umwelt schützen, Korruption bekämpfen (Drucksache 18/3556)

20. Dezember:
Artikel: Spiegel Online: Einnahme-Rekord: IOC kassiert fast dreieinhalb Milliarden für TV-Rechte.

29. Dezember:
Olympia und Demokratie:
Artikel: Ulrich Zawatka-Gerlach: Berlin, Hamburg und Olympische Spiele Bürger zu Olympia nicht wirklich gefragt . In: Tagesspiegel.

30. Dezember:
Artikel: Tagesspiegel: Friedhard Teuffel: DOSB-Chef Michael Vesper im Interview „Finanzieller Ruin durch Olympische Spiele? Das Gegenteil ist der Fall“. In: Tagesspiegel. Interessant sind hier die Kommentare.

2015

JANUAR 2015:
Presseschau von München gegen Olympia 2022

5. Januar, 19 Uhr:
Bündnistreffen NOlympia Berlin, Treffpunkt: Wahlkreisbüro von Gabriele Hiller, Teterower Ring 41, 12619 Berlin.

8. Januar:
Das amerikanische Olympische Komitee (USOC) schickt Boston für 2024 ins Rennen.
Dazu Artikel: Heiko Oldörp, Boston: Olympia-Bewerber Boston: Günstig, aber gut. In: Spiegel Online, 10.01.2015.
Michael Reisch: Olympia-Kandidat Boston. Das Glück des Bauunternehmers. In: FAZ.
The Nation: Dear Boston: Say Hell No to the Olympic Games, v. 9.1.2015

Olympia Hamburg:
Artikel: Hamburger Promis fasziniert: „Olympia ist eine riesige Chance“. Kritiker fürchten Umweltschäden und hohe Kosten. „Bei der vergangenen Erhebung im September hatten sich in Berlin 48 Prozent der Befragten für Spiele in ihrer Stadt ausgesprochen, in Hamburg 53 Prozent. Das war dem DOSB dann doch zu wenig.“

9. Januar:
LexOlympia:
Artikel: FAZ: Olympia-Bewerbung Bürgerabstimmung in Berlin am 13. September.

10. Januar:
LexOlympia:
Artikel: Sabine Beikler: Berlin und die Olympischen Spiele. Lex Olympia statt Verfassungsänderung. In: Tagesspiegel.
Süddeutsche Zeitung: Olympia: Meinungsumfrage in letzter Februar-Woche. Durchführen soll die Umfrage das Meinungsinstitut Forsa
Oliver Kern: Wer ablehnt, fliegt raus. Der DOSB will anhand von Umfragen in Hamburg und Berlin über den Bewerber für Olympia 2024 entscheiden. In: Neues Deutschland, 11.01.2015.

Zum Thema Plebiszit von oben (Lex Olympia):
Plutonia Plarre: Interview mit Politologe Otmar Jung.“Wowereit surft auf der plebiszitären Welle“. In: taz.
Teaser: „Bei einem Vorabreferendum zu Großprojekten geht es nur um plakative Parolen, sagt der Politikwissenschaftler Otmar Jung. Klaus Wowereits Vorschlag kann er nichts abgewinnen.“

12. Januar
Extratreffen Bündnis NOlympia Berlin zu den Themen „Bürger*innenbeteiligung – Chancen und Fallen“ und „Volksbegehren – Ablauf und Herausforderungen“

13. Januar:
Der Berliner Wassertisch beschließt auf seinem Plenum einstimmig, ein Volksbegehren gegen Olympia zu unterstützen.

16. Januar:
RBB zur neusten Lobbykampagne der Berliner Regierung: Berlin kämpft um mehr Begeisterung für Olympia.

18. Januar:
Redaktion der Morgenpost bekennt sich auf der Titelseite der Sonntagsausgabe zu Olympia in Berlin. In der Folge: Jubelartikel am laufenden Band.

Redaktion Morgenpost: Olympia in Berlin. Sportler der Welt, kommt in unsere Stadt!
Teaser: „Berlin bewirbt sich um die Austragung der Olympischen Spiele im Jahr 2024 oder 2028. Und das ist richtig so, meint die Berliner Morgenpost.“

20. Januar:
LexOlympia:
Senat verabschiedet „Olympia-Volksbefragungsgesetz“ („Lex Olympia“). Pressemitteilung vom Bündnis NOlympia
Medienecho:
RBB: Volksbefragung zu Olympia findet im September statt
Martin Kröger: CDU setzt sich bei »Lex Olympia« im Senat durch. In: Neues Deutschland, 20.01.2015.
SID: Scharfe Kritik am Olympia-Abstimmungsgesetz des Berliner Senats. In: ZEIT, 20.01.2015.
Sabine Beikler: Senat verabschiedet „Olympia-Volksbefragungsgesetz“. In: Tagesspiegel.
Jens Anker: Senat will sich an Olympia-Votum der Berliner halten. In: Morgenpost. [Laut Sportsenator Frank Henkel (CDU) kostet die Befragung das Land Berlin 3,3 bis 3,5 Millionen Euro.]

Hochschule Osnabrück: Rechtsprofessoren aus Osnabrück und Ludwigsburg prangern Olympiagesetz an. Geplante Volksbefragung in Berlin verfassungswidrig. 21.01.2015. (Verfassungsrechtliche Stellungnahme)

21. Januar
Kosten Olympia:
RBB: Wirtschaftsforscher warnt vor Olympia – „Berlin hat nicht das Geld für solche Protzveranstaltungen“ Karl Brenke vom Wirtschaftsforschungsinstitut DIW warnt, dass sich die Investitionen nicht auszahlen werden

23. Januar:
Senat startet Olympia-Offensive (Quelle)
Presseschau dazu:
Radio Fritz: „Hauke Benner ist Mitglied im Bündnis „NOlympia Berlin“ und erzählt den RadioFritzen am Nachmittag, warum er gegen Olympia in der Hauptstadt ist.“ Als Download
Abendschau: Senat startet Werbekampagne für Olympia – „Wir wollen die Spiele!“ (Ab Minute 1:35 kommt das Nolympia-Bündnis zu Wort)
RBB: Kampagne wirbt für Olympia in Berlin – Senat ködert Vereine und Bezirke mit Geld für Sportstätten
Jens Weinreich: Olympia 2024: Spiel mit dem Feuer. In: Krautreporter
Frank Bachner und André Görke: Startschuss für Olympia-Bewerbung 2024 in Berlin „Wir wollen die Spiele“. Klar! Nur wer ist ‚wir‘?. In: Tagesspiegel.
Frank Bachner und Alexander Fröhlich: Startschuss für Berlins Olympia-Kampagne. Michael Müller allein vorm Brandenburger Tor. In: Tagesspiegel.
Martin Kröger: Das Ringen um Olympia beginnt. Befürworter und Gegner von Sommerspielen bringen sich mit Kampagnen in Stellung. In: Neues Deutschland, 24.01.2015.

Olympia Hamburg:
Wahlomat. Frage 1/38 Olympiabewerbung: Hamburg soll sich um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele bewerben. In: ZEIT.

26. Januar:
Olympische Idee:
Markus Völker: Olympische Ideologie. Frömmelnde Muskelprotze. In: Taz.
Teaser: Die Olympia-Welt hebt sich auf den Sockel moralischer Überlegenheit. Weil ihre Leitmotive überholt und verlogen sind, feiert die Heuchelei fröhliche Urständ.

28. Januar:
LexOlympia:
Tina Friedrich: Opposition will andere Abstimmungsregeln – Berliner sollen bei Olympia den Ton angeben. In: RBB.
Tina Friedrich: Opposition wirft Senat Rechtsbruch vor – Abgeordnete streiten um Olympia-Befragung. In: RBB.
Neues Deutschland: Opposition stellt eigenen Entwurf für Olympia-Befragung vor.
Stefan Alberti: Mehr Mitsprache für Bürger. Die Opposition will die Berliner via Verfassungsänderung nicht nur bei den Olympischen Spielen, sondern auch bei anderen Großprojekten entscheiden lassen. In: Taz. Ausschnitt: „Grünen-Rechtspolitiker Dirk Behrendt verwies dazu auf zwei Jura-Professoren aus Osnabrück und Ludwigsburg. „Der Berliner Senat begeht Verfassungsbruch“, schreiben die beiden in einer gemeinsamen Stellungnahme.“
Nicolas Šustr: Opposition: Olympiabefragung ist verfassungswidrig. In: Neues Deutschland, 29.02.2015.

Kosten Olympia Rio de Janeiro 2016:
Spiegel Online: Sommerspiele in Rio 2016: Kosten für viele Olympia-Bauten ungeklärt.

SID: Menschenrechtlerin fordert Olympia-Ausschluss Saudi-Arabiens. In: Handelsblatt.

29. Januar:

RBB-Inforadio: Olympia in Berlin: Fest oder Fiasko?.

Sabine Beikler: Berlin bewirbt sich um die Spiele. Nackte Senatoren: Wo ist denn mein Olympia-Sticker? In: Tagesspiegel. Zitat: „Kein Witz: Häftlinge backen Olympia-Pfannkuchen… Heilmann will die Pfannkuchen in der Kreuzberger Marheineke-Markthalle verteilen.“

DOSB und Doping:
Johannes Aumüller: DOSB-Expertengruppe. Auf Pechsteins Seite. In: Süddeutsche.

Bund der Steuerzahler erinnert an die „Reißwolfaffäre“
Bund der Steuerzahler Berlin: Olympia-Bewerbung darf nicht wieder zum Selbstbedienungsladen werden. BdSt fordert Höchstmaß an Transparenz und umfangreiche Prüfungsrechte des Rechnungshofes..
Ausschnitt: „In diesem Zusammenhang erinnerte Kraus, an den >Bericht über die Prüfung der Vergabe von Zuwendungen durch die Senatskanzlei an die Olympia Berlin 2000 Gesellschaft zur Vorbereitung der Olympischen Spiele mbH in den Haushaltsjahren 1991 bis 1993 sowie die Prüfung der Betätigung Berlins bei diesem Unternehmen< des Rechnungshofes von Berlin vom 22. August 1996.“

FEBRUAR 2015
LexOlympia:
Judith Demba: Placebodemokratie. Das „Volksbefragungsgesetz“ zur Olympiabewerbung 2024/28. In: Rabe Ralf, Februar/März, S.3.

Contra Olympia: Judith Demba (NOlympia-Berlin):
Interview Stefan Hernádi mit Judith Demba: „Die Ausrichterstädte sind die Verliererinnen“. In: Mieterecho.
Teaser: „Was gegen die Austragung der Olympischen Spiele spricht – nicht nur in Berlin“

1. Februar:
Reinfall „Lauf für Olympia Berlin“
RBB: Läufer werben für Olympia. Zitat: „Mehrere hundert Sportler haben mit einem Lauf von der Straße des 17. Juni über den Potsdamer Platz bis zum Fernsehturm für Olympia in der Hauptstadt geworben. Damit kamen deutlich weniger als erwartet.“
Dazu: Andreas Rüttenauer: Trauriger Joggermarsch für Olympia. In: Taz, 5.2.2015.
Pressemitteilung vom Initiativkreis „Olympia verhindern“: Berliner Olympialauf – das Ende einer Bewerbung und Olympiabewerbung: Der Senat lügt.

Jens Anker: Berlin für Olympia. Kritiker trauen Senat weiteres Großprojekt nicht zu. In: Morgenpost.

2. Februar:
Lobbytruppe für Olympia Berlin? Beirat „Umwelt und Sport“ nimmt Arbeit auf. Mit dabei der Olympia-Fan Tilmann Heuser (BUND Berlin)

3. Februar:
Friedhard Teuffel: Olympiabewerbung. Hamburg liegt noch vor Berlin. In: ZEIT.

Auf seinem Plenum gründet der Berliner Wassertisch die AG Prüfung eines NOlympia-Volksbegehrens

5. Februar:

Artikel: Morgenpost: DOSB-Präsidium besucht Senatssitzung. Regierung tagt am 24. Februar im Olympiastadion.
John F. Nebel: Neue Motive der Berliner Olympia-Kampagne: “Offener Umgang mit Vergangenheit”. In: Metronaut.

6. Februar:
Dr. Gabriele Hiller (MdA, DIE LINKE): Für Berlin. Nicht für Olympia. Der Berliner Senat will Olympische Spiele in Berlin. Die Linksfraktion findet das als einzige Fraktion im Abgeordnetenhaus falsch. Hier argumentieren wir, warum die Stadt Olympia 2024 bzw. 2028 nicht braucht.
Dazu: Martin Kröger: Gysis Bärendienst. In: Neues Deutschland.
Auch: Frederik Bombosch: Klaus Lederer: „Was Gregor Gysi will, ist unrealistisch“. In: Berliner Zeitung.
Sabine Beikler und Benedikt Voigt: Was kostet Olympia? Berlin plant mit Milliarden-Spielen. In: Tagesspiegel.
Vgl. dagegen: RBB: Wirtschaftsforscher warnt vor Olympia – „Berlin hat nicht das Geld für solche Protzveranstaltungen“ Karl Brenke vom Wirtschaftsforschungsinstitut DIW warnt, dass sich die Investitionen nicht auszahlen werden
Sigrid Kneist: Skeptisch gegenüber Olympia. Nur buntes Licht reicht nicht!
Sabine Beikler: Frank Henkel unterwegs in Sachen Olympia. In: Tagesspiegel. [Was das wieder kostet: Ein Senator und sein Staatssekretär auf Reisen]

Kosten Olympia-Bewerbung:
Wie viel kostet die Olympiakampagne des Senats? Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Dr. Gabriele Hiller (LINKE) vom 14. Januar 2015 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 15. Januar 2015) und Antwort (Drucksache 17/15279)
Dazu: Tina Friedrich: Senat gibt erstmals Kosten für Olympia-Kampagne bekannt. In: RBB, 7.2.2015.

7. Februar:
Johannes Kleske: Warum ich gegen die olympischen Spiele in Berlin bin. Längere Version hier

9. Februar
Olympia-Propaganda:
Klaus Böger (Präsident des Landessportbundes) : Nur eine reiche Stadt kann sich Olympia nicht leisten! In: Tagesspiegel.

RBB: Budget für erste Bewerbungsphase – Berlin lässt sich Olympiabewerbung 2,5 Millionen Euro kosten.

Fail: Senat mahnt Blogger wegen Olympia-Satire ab (Fall Metronaut)
Metronaut gibt bekannt, dass der Berliner Senat und eine Einzelperson den Blog wegen Olympia-Satire abgemahnt hat:
Metronaut: Zensur: Doppelt abgemahnt wegen Satire-Olympia-Motiven (Update).

Dazu Artikel: Corinne Plaga: Olympia-Logo auf NS-Motiven Land Berlin mahnt Berliner Blog wegen Olympia-Satire ab. In: Berliner Zeitung, 10.02.2015.
Deutschlandradio Kultur: Warum attackieren Sie Berlins Olympia-Bewerbung mit Nazi-Symbolik? Beitrag vom 11.02.2015.
Christian Spiller: Olympia-Satire. „Guckt mal, Berlin 1936, da war doch was“. In: ZEIT, 11.2.2015.
Tim Schulze: Olympia-Bewerbung 2024. Berliner Senat will Blog wegen Nazi-Satire zensieren. In: Stern, 10.2.2015.

19 Uhr Bündnistreffen NOlympia

10. Februar
Kosten Olympia:
Süddeutsche Zeitung: Kritik vom Institut für Wirtschaftsforschung Berlin ist zu arm für Olympia. Teaser: „Die Bewerbung um Olympische Spiele ist teuer – zu teuer für Berlin, sagt Wirtschaftsforscher Karl Brenke. Er kritisiert das Imponiergehabe der Stadt und fordert eine Aufklärung der Einwohner über die wirtschaftlichen Folgen. Auch die Kampagnen in Hamburg und Berlin sieht er kritisch.“
Berliner Zeitung: Berlin kann sich Olympische Spiele nicht leisten.
Ebenso: Handelsblatt: DIW: Berlin kann sich Olympische Spiele nicht leisten.
DIW-Ökonom Brenke Karl Brenke: Wir brauchen einen Bürgerentscheid über Olympia. In: Tagesspiegel.

Fall Metronaut:
Metronaut: Olympia-Satire: Wir unterzeichnen keine Unterlassungserklärung und stellen die Motive wieder online.

Schriftliche Anfrage Dr. Klaus Lederer (LINKE) zum Fall Metronaut
Anfrage: Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Dr. Klaus Lederer (LINKE): Plant der Senat eine Kennzeichnungspflicht für Satire? Drucksache 17/15505 (10. Februar / Antwort: 2. März)

Armin Lehmann: Bewerbung Berlin Olympische Spiele 2024 Berliner Olympiastadium. In: Tagesspiegel.

Contra Olympia:
Gabriele Hiller zur Olympiadebatte: Arm, aber Olympia. In: Tagesspiegel.

Besuch beim NOlympia Treffen:
Armin Lehmann: Bewerbung Berlin Olympische Spiele 2024. Berliner Olympiastadium.

11. Februar:
LexOlympia:
Berliner Abgeordnetenhaus: Rechtsausschuss Anhörung zum Olympiaabstimmungsgesetz.
Drucksache 17/2061: Gesetz über eine Befragung zur Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in Berlin. (Einladung)
Prof. Dr. Hermann Heußner und Prof. Dr. Hans Meyer erklären, dass eine einfachgesetzliche Volksbefragung verfassungswidrig sei.
Dazu: Holger Hansen: Anhörung im Abgeordnetenhaus – Rechtsexperten zweifeln an Olympia-Befragung. In: RBB, 12.2.2015.

53.Sitzung am 11.02.2015
  • 0226 – Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
  • 0228 – Vorlage – zur Beschlussfassung –
  • 0229 – Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der Fraktion Die Linke und der Piratenfraktion
  • 0230 – Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der Fraktion Die Linke und der Piratenfraktion

Demokratie-Simulation und „Bastelstunde“ – 1. Bürgerforum Olympia Berlin:
Thomas Rogalla: Bürgerforum zu Olympia-Bewerbung. Wir wollen die Spiele! Wirklich? In: Berliner Zeitung.

Zum Mauerpark und der Bewerbung für Olympia 2000:
Michail Nelken: Müller verleugnet das Olympia-Versprechen Mauerpark. In: Gleimviertel.

12. Februar:
Pro Olympia:
Tobias Dollase, Sportjugend Berlin – „Olympia ist ein großes Friedensfest“
[Kommentar: Auch die Nationalsozialisten nannten ihre Spiele „Fest des Friedens„.]

Contra Olympia:
Hauke Benner, Bündnis NOlympia: „Olympia war schon immer ein Milliardengrab“. In: RBB-online. Teaser: „Olympische Spiele in Berlin würden unkalkulierbar teuer, das Internationale Olympische Komitee verlange unzumutbare Knebelverträge, und der Sport müsse schon längst hinter Investoreninteressen zurückstecken. Das sagt Hauke Benner vom Bündnis NOlympia. Er ist deshalb grundsätzlich gegen eine Bewerbung Berlins um die Spiele.“

Demokratie-Simulation – 1. Bürgerforum Olympia Berlin:
Erstes Bürgerforum zu Olympia im Berliner „E-Werk“: Diskussionen über eine Beteiligung der Berliner am Olympia-Konzept. Laut Dr. Gabriele Hiller waren ca. 200-250 Leute im Saal, davon ca. 100 Journalisten. „Abstimmungsberechtigt“ waren ca. 150. Das Stimmungsbild unter den Abstimmungsberechtigten ergab: 32,4 Prozent „Befürworter“ der Bewerbung Berlins, 17,6 % „Ablehner“ und 16,9 % „Skeptiker“ (Rest: „neugierig“)
Dazu: RBB: Erstes Bürgerforum zu Olympia-Bewerbung im E-Werk – Berlin will die Spiele – oder nicht?. 11.02.2015.
Wolf-Sören Treusch: Berlin 2024. Nicht reif für Olympia. In: Deutschlandfunk, 13.2.2015.
Bilder Uwe Hiksch

Wir spielen nicht mit! Foto: Uwe Hiksch

Wir spielen nicht mit! Foto: Uwe Hiksch

Sabine Beikler: Bürgerforum zu Olympia „Stecken Sie das Geld lieber in die Schulen“. In: Tagesspiegel.

Liveticker: Olympiabewerbung. Soll Berlin nicht lieber gleich aufgeben? In: Tagesspiegel, 12.2.2015.

Andreas Abel: Michael Müller – „Wir wollen uns etwas zutrauen, wir wollen die Spiele“.

SID: Olympia-Bewerbung: Proteste beim ersten Berliner Bürgerforum. Lautstarke Proteste haben das erste Bürgerforum zur Olympia-Bewerbung Berlins bestimmt. In: Handelsblatt, 12.2.2015.

Frederik Bombosch: Bewerbung um die Olympischen Spiele. Lautstarkes Gebrüll beim Bürgerforum zur Olympia-Bewerbung. In: Berliner Zeitung.

DPA: Rangelei und Stinkbombe gezündet Polizei ermittelt nach Bürgerforum zu Olympia in Berlin. In: Berliner Zeitung, 13.2.1015.

Tina Friedrich: Turbulentes Olympia-Bürgerforum im E-Werk – Zwischenrufe, Schubsen, Ratlosigkeit. In: RBB, 13.2.2015.

RBB: Körperverletzung in zwei Fällen – Polizei ermittelt nach Berliner Olympia-Bürgerforum. 13.2.2015.

Torsten Haselbauer: Berlin: Arm, aber Olympia?. In: ZDF Sport, 13.2.2015.

Martin Kröger: Sie wollen nicht spielen. Das erste Bürgerforum zu einer möglichen Olympia-Bewerbung verlief turbulent. In: Neues Deutschland, 14.2.2015. Ausschnitt: „Nun behauptet auf dem Podium Heiner Brandi, der Direktor des Landessportbundes, die Organisation und Durchführung der Olympischen Spiele »kosten keinen Cent«. Das glaubten viele Zuhörer aber offenbar eben so wenig wie die These, das Internationale Olympische Komitee (IOC) habe sich auf einen ernsthaften Reformprozess begeben.“
Dazu twitterte der renommierte Sportjournalist Jens Weinreich: „Irre Behauptung vom LSB-Mann Heiner Brandi: Ausrichtung (OCOG) „das kostet Berlin keinen Cent!“ Dummheit. Propaganda. Nonsens. #berlin2024″ (Quelle), „Beim Thema Finanzierung nur Lügen + Propaganda vom LSB-Direktor Heiner Brandi. eine Katastrophe, Frechheit auf zwei Beinen #berlin2024“ (Quelle) Außerdem: „Noch eine Lüge von Berlins LSB-Direktor Heiner Brandi: „im IOC ist nur ein Korruptionsfall rechtlich relevant geworden“ Helau! #berlin2024″ (Quelle)

Dorothee Torebko: Mögliche Olympia-Bewerbung hat nicht nur Freunde. In: Märkische Oderzeitung, 13.2.2015.

Jens Weinreich: Olympia-Bürgerforum: Dauerlächler vs Dauerbrüller. In: Krautreporter, 13.2.2015. [Sehr informativ ist die Zusammenstellung der 5 Etats]

NABU Berlin: Olympiaforum: „Die Farce einer Bürgerbeteiligung“. 13.2.2015.

Presseerklärung NOlympia-Berlin: Senat lügt sich Beteiligung zusammen, 13.2.2015

Inklusion – Tagung Göttingen
Georg-August-Universität Göttingen: Interdisziplinärer Expert/innenworkshop der dvs: Dabeisein ist (nicht) alles … Inklusion im Fokus der Sportwissenschaft. Flyer (pdf). Darunter: Prof. Dr. Johannes Verch (Alice-Salomon-Hochschule Berlin): Inklusion als Exklusion? Diskurs- bzw. gesellschaftsanalytische Überlegungen zu einer neuen Heilsformel. (pdf)

Frank Bachner: Wo, bitte, geht’s in Berlin zu Olympia. In: Tagesspiegel.

13. Februar:
Umfrage Berliner Zeitung:
„Sollen die Olympischen Spiele 2024 in Berlin ausgetragen werden?“ [36% Ja / 60% Nein / 4% Mir egal. Stand: 16.2.2015]

Kosten Olympia:
Frederik Bombosch: Kommentar zu Olympischen Spielen in Berlin. Warum der Aufwand für Olympia in Berlin kleingeredet wird. In: Berliner Zeitung.

14. Februar:
Kosten Olympia:
Martin Kröger: Private zahlen das Event nicht. Martin Kröger hätte gerne valide Zahlen zur Olympia-Bewerbung. In: Neues Deutschland.

15. Februar:
Annette Kögel: Olympische und Paralympische Spiele 2024. Körting: Lieber Bescheidene Spiele in Berlin. In: Tagesspiegel. Ausschnitt: „Sportwissenschaftler Johannes Verch mahnte allerdings an, das man den Begriff der Nachhaltigkeit genau prüfen sollte, denn vieles, was andere Austragungsstädte versprochen hätten, sei nicht eingehalten worden.“

16. Februar:
NOlympia. Bürgerverein Allendeviertel Köpenick schickt einen offenen Brief an den DOSB:
BVAK – Bürgerverein Allendeviertel Köpenick e.V.: Olympiabewerbung des Senates des Bundeslandes Berlin. Brief an DOSB.

Kosten Olympiabewerbung Berlin
Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Gerwald Claus-Brunner (PIRATEN): Kosten der Olympiawerbebeleuchtung am Brandenburger Tor. Drucksache 17/15467. In: (26. Januar / 16. Februar)
Die Lichtinstallation am Brandenburger Tor fand vom 23. bis 31. Januar 2015 statt und kostete 40.263 €.
Dazu: Frank Bachner: Olympia-Bewerbung in Berlin. Farbspektakel für 40.000 Euro. In: Tagesspiegel, 4.3.2015.

Heilmann und die Pfannkuchen aus dem Gefängnis Tegel
Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) hat am Rosenmontag um 13.30 Uhr rund 300 im Gefängnis Tegel gebackene Pfannkuchen („Berliner“) mit Olympia-Logo in der Marheineke Markthalle in Kreuzberg verteilt. (Vgl. Ankündigung vom 13.2.2015)
Dazu: DPA: Olympia-Kritiker rufen zu Protest gegen Senatswerbeaktion auf. In: Welt, 14.2.2015. Ausschnitt: Olympia-Gegner riefen unterdessen zum Protest gegen eine Werbeaktion von Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) auf.“
Martin Klesmann: Berlins Olympia-Bewerbung. Mit Pfannkuchen Olympia-Gegner überzeugen. In: Berliner Zeitung.
Joachim Fahrun: Senator Heilmann verteilt Pfannkuchen unter Polizeischutz.
Ulli Winkler: Olympia-Pfannkuchen aus der JVA. In: Neues Deutschland, 17.2.2015.
Pascale Müller: Polizeischutz wegen süßer Krapfen. Pfannkuchen-Aktion des Justizsenators empört Olympiagegner. In: Tagesspiegel.
Paul Munzinger: Posse um Berlins Olympiabewerbung. Krapfen-Gate unter Polizeischutz. In: Süddeutsche, 17.2.2015.

Air Berlin stolpert über das Olympiaschutzgesetz:
RBB: Aufruhr um Werbung für die Spiele – Air Berlin muss „Olympia“ vom Flugzeugrumpf streichen.

17. Februar:
Pro und Contra Olympia:
Kulturradio Berlin: 12:10 Tagesthema: Ist Berlin die beste Stadt für Olympia 2024?. Zu Gast: Barbara John, frühere Ausländerbeauftragte des Senats und Hauke Benner, Nolympia.

RBB: Berlins Bewerbung in Tweets – Die Hauptstadt will nur spielen.

Contra Olympia:
Radio1: Olympia: Kann sich die Stadt das sportliche Großereignis leisten? „Klaus Lederer hat auf radioeins seine Sicht auf Olympia in Berlin vermittelt: Berlin sollte den Investitionsstau in Schulen, Bädern und öffentlicher Infrastruktur abarbeiten, statt die Milliarden in die Spiele zu stecken. Und die Politik sich in den nächsten Jahren auf andere Dinge konzentrieren, als eine vierwöchige Party vorzubereiten.“ (Quelle)

Pro Olympia:
Ein Gastbeitrag von Thomas Heilmann (Senator für Justiz und Verbraucherschutz, CDU) und Tim Renner (Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten in Berlin, Präsidium der IHK, SPD): Debatte: Warum Berlin eine gute Olympia-Stadt ist. In: Spiegel Online.

18. Februar:
SPD-Fraktion verschickt eine Mail an ihre Mitglieder (PDF)
[Kommentar: Die SPD-Basis scheint vor Begeisterung mit den Füßen zu scharren, wenn sie jetzt schriftlich dazu aufgefordert werden muss, gefälligst Olympia-Begeisterung zu zeigen.]

Demokratie-Simulation und „Bastelstunde“:
Tobias Menzel: Tim Ren­ner will Ber­lins Olym­pia­be­wer­bung retten!. In: BLN.FM. Ausschnitt: „Mit­tels öffent­li­chem Brain­stor­ming will er mit Künst­lern und Krea­ti­ven dis­ku­tie­ren, wie Olym­pia 2024 in Ber­lin aus­se­hen könnte.“
Olympia geht auch anders! Im Radialsystem – mit Tim Renner (Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten, Präsidium der IHK)
RADIALSYSTEM V GmbH. Holzmarktstr. 33 10243 Berlin
Dazu: André Görke, Annette Kögel, Martin Niewendick: Olympische Spiele an die Spree? Berlin wirbt mit Kreativität um Olympia. In: Tagesspiegel, 19.2.2015.

Anne-Katrin Mellmann: Olympia – schlechte Karten für Berlin? In: RBB.

Pro Olympia. Der unvermeidliche Jubelartikel in der Morgenpost:
Dietmar Wenck: Kampagne. Berliner Sportvereine sammeln 100.000 Stimmen für Olympia. In: Berliner Morgenpost.

Pro Olympia und Contra Olympia:
FluxFM: Pro & Contra Olympia mit Jacob Bilabel & Klaus Lederer (17:10 Uhr).
FluxFM
Pro-Olympia-Veranstaltung:
Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten: Einladung zur öffentlichen Veranstaltung: #OlympiaGehtAuchAnders.

 

RBB Abendschau:
FluxFM

 

 

Pro-Olympia-Veranstaltung:
LSB-Präsident auf Olympia-Lobbytour: Olympische und Paralympische Spiele in Berlin – eine gute Idee für den Vereinssport? Veranstaltung mit LSB-Präsident Klaus Böger. Ort: Sport Club Siemensstadt Berlin e.V. Buolstraße 14, 13629 Berlin
Pro und Contra Olympia:
Klartext spezial: Olympische Spiele in Berlin? – Ein Stadtgespräch. Mit Judith Demba (Nolympia Berlin), Frank Henkel (Senator für Inneres und Sport), Anja Schillhaneck (Bü90/Grüne), Sprecher „Initiative Berliner Proficlubs“ und ein maßgeblicher Olympialobbyist

Air Berlin und das Olympiaschutzgesetz:
Annette Kögel: Air Berlin überklebt Olympia-Logo. In: Tagesspiegel.

19. Februar, 9:00 Uhr bis 10:00 Uhr:
Pro-Olympia-Pressekonferenz:
Wie viele Arbeitsplätze bringen die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2024?
Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen,
Willy Weiland, Hotel- und Gaststättenverband Berlin e.V. (DEHOGA Berlin),
Axel Wunschel, Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg e.V.,
Nils Busch-Petersen, Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V. (HBB)
Ort: Berliner Rathaus, Rathausstraße 21, 10178 Berlin
Cordelia Polinna: Olympische Spiele in Berlin. Was geht: London als abschreckendes Vorbild. In: Tagesspiegel.

Pro Olympia Kampagne:
Berlin.de: Mehr als 100 000 Unterschriften für Olympia in Berlin gesammelt.

Bundesrechnungshof empfiehlt der Regierung, den DOSB zu entmachten
Daniel Drepper: Rechnungshof: Sportförderung muss transparenter werden. In: Correctiv.
cte/sid: Scharfe Kritik am DOSB: Rechnungshof nimmt Sportförderung auseinander. In: Spiegelonline. Teaser: „Rüffel für den DOSB: Der Bundesrechnungshof empfiehlt der Regierung, die Verteilung der Fördermittel stärker zu kontrollieren – und den Verband zu entmachten. Der DOSB reagiert empört.“
SID: Sportförderung: DOSB „nicht neutral“?. In: ZDF.

Ramona Pop: Olympische Spiele 2024. Der Senat riskiert einen Fehlstart bei Olympia. In: Tagesspiegel.
[Olympia an sich ist ein Fehlstart!]

Olympiabewerbung 2000:
Jens Weinreich: Olympiabewerbung Berlin (2000): “Unkultur im Umgang mit öffentlichen Mitteln”. [Mit wichtigen Quellen]

Umfrage:
Umfrage
Wäre Olympia gut für Berlin?. In: Tagesspiegel.

Pro Olympia. Jubelartikel:
Dennis Buchner [Sportpolitscher Sprecher der SPD-Fraktion]: „Wir müssen uns Olympia trauen“. In: Berliner Zeitung.
[Populismus pur. Der SPD-Beitrag beleidigt die Intelligenz der Leser. Da erübrigt sich jeder Kommentar.]

Pro Olympia. Das Problem der Olympiabefürworter mit der Demokratie:
Tobias Miller u. Ralph Kotsch: Berlin soll mit bescheidenen Spielen punkten. In: Berliner Zeitung.
[Über das „Demokratieverständnis“ der Olympiabefürworter: Der interviewte Präsident des Vereins Berliner Kaufleute (VBKI) Markus Voigt findet Volksabstimmungen lästig. Er sehnt sich nach Politikern, die „den Mut haben, auch mal was [gegen den Willen der Bevölkerung] durchzusetzen“. Das bestätigt uns in unserer Meinung, dass die Olympischen Spiele sehr gut zu Diktaturen passen. Dort stört das „lästige Volk“ nicht.]

Forsa-Umfrage:
[Wohl dem, der noch einen Festnetzanschluss hat: Es werden sowohl in Hamburg als auch in Berlin 1500 Menschen vom Meinungsinstitut Forsa zu ihrer Zustimmung bzw. Ablehnung der Olympischen Spiele 2024 in ihrer Stadt befragt. Der DOSB hatte zunächst versprochen, sich an dieser Umfrage zu orientieren. Wenn in einer Stadt die Zustimmung über 50 Prozent läge und in der anderen nicht, dann würde diese Stadt den Zuschlag bekommen. Doch später hieß es dann: „Die Umfrage ist wichtig, aber nicht alles entscheidend.“ (Vesper, 19.2.2015) Favorit ist weiterhin Berlin. Hamburg gilt nur als „second city“.]
Olympia-Bewerbung: Umfrage hat begonnen. In: NDR, 20.2.2015; DPA: Olympia-Umfrage in Hamburg und Berlin begonnen. In: Zeitonline, 20.2.2015.
Dazu Pressemitteilung vom Initiativkreis „Olympia verhindern – überall“: Entscheidung über Olympia-Bewerbung: undemokratisch und intransparent.

Contra Olympia – Doping:
Ewald Walker: Kofink erinnert an die Opfer des Zwangsdopings. In: Stuttgarter Zeitung. Teaser: „Der einstige Kugelstoß-Bundestrainer Hans-Jörg Kofink sieht die deutsche Olympiabewerbung für 2024 eher kritisch. Deutschland habe eine Vergangenheit als Dopingnation aufzuarbeiten.“

20. Februar
Anzeigengate:
Keine positive Berichterstattung – keine Olympia-Anzeige. Wie der Berliner Senat und Berlin Partner versuchen, positive Berichterstattung zu „erzwingen“:

Lorenz Maroldt berichtet im Checkpoint: „Am 11. Februar wurde im Auftrag von Senat und Berlin Partner eine Olympia-Anzeige im Tagesspiegel gebucht, die eine Woche später erscheinen sollte. Am 12. Februar wurde im Tagesspiegel der Senat für die Besetzung des Bürgerforums Olympia kritisiert. Am 13. Februar wurde die Anzeige storniert. Am 17. Februar erschien die Anzeige in vier von fünf großen Tageszeitungen Berlins. Gestern fragte der Abgeordnete Klaus Lederer den Regierenden Bürgermeister im Parlament, wer nach welchen Kriterien über die Anzeigenschaltung entschieden hat. Antwort Müller: >Es gibt kein Belohn- oder Bestrafungssystem.< „
Sabine Beikler: Werbekampagne in Tageszeitungen. Weiter Ungereimtheiten bei Olympia-Anzeige. In: Tagesspiegel.

Dazu am 5. März: „wenn es stimmt, was Lars Petersen heute in der „BZ“ über die Stornierung der Olympia-Kampagne im Tagesspiegel schreibt, dann hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller im Parlament nicht die Wahrheit gesagt. Müller hatte behauptet, die Entscheidung habe Berlin Partner „gesteuert“, kritische Berichterstattung sei kein Kriterium gewesen. Die „BZ“ berichtet dagegen, Senatskanzleichef Björn Böhning sei es gewesen, der mehrfach und dann entscheidend bei einer Telefonkonferenz am 6. Februar gegen den Willen von Berlin Partner durchgesetzt hat, den Tagesspiegel rauszunehmen: „Jedem war klar, warum“, wird ein Insider zitiert, der den Vorgang „dilettantisch“ nennt, Böhning sei „sauer“ gewesen. Im Parlament hatte Müller noch gesagt: „Nicht alles, was im Checkpoint steht, stimmt.“ Wie es aussieht, muss die Geschichte umgeschrieben werden: Nicht alles, was Michael Müller sagt, stimmt.“ (Lorenz Maroldt im Checkpoint)

Olympia Hamburg oder Berlin:
Peter Ahrens und Birger Hamann: Olympia-Bewerbung Hamburg mit Vorsprung auf der Zielgeraden. In: Spiegelonline.

Contra Olympia:
Gabi Helmchen: NOlympia – wir müssen das Spektakel schon wieder verhindern!

Übergabe der „100.000“ (wer überprüft das?) Pro-Olympia-Unterschriften:
Frank Bachner u. Annette Kögel: Olympia-Bewerbung 2024. Mit Maskottchen, Schirmen und Flugzeugen für Olympia. In: Tagesspiegel.

Contra Olympia Hamburg:
Online-Petition: Olympische Spiele in Hamburg? So nicht! Ausschnitt: „Aus all diesen Gründen und Sorgen und weil der DOSB am 21. März entscheidet, welche Stadt für eine Olympia-Bewerbung ins Rennen gehen soll, sagen wir jetzt: Hamburg ist uns zu schade für Olympische Spiele!“

Olympiabewerbung Leipzig:
Ullrich Kroemer 
und Jirka Grahl: Ein unverschämt gutes Geschäft. In: Neues Deutschland. Hier kommt der damalige Geschäftsführer der Olympia-Bewerbungs-GmbH Dirk Thärichen zu Wort: „>Es wäre charmant gewesen, eine überschaubare Stadt für Olympische Spiele fit zu machen. Das hätten wir auch hingekriegt< , sagt Dirk Thärichen. […] >Ich würde Berlin oder Hamburg immer eine Olympiabewerbung empfehlen. Allein sich in dieses Bewerberrennen zu begeben, ist immer positiv«, sagt Thärichen.< “
[Interessant hierzu ist, was Jens Weinreich in seinem Artikel „Tradition des Aktenschredderns“ über die Tätigkeiten der Olympia-Bewerbungs-GmbH schreibt: „Auch der damalige GmbH-Geschäftsführer Dirk Thärichen hat einen Vorgang vernichten lassen: Denn ein eigens bestellter Prüfer hatte zu viele kritische Hinweise zur Geschäftstätigkeit Thärichens zusammen getragen.“ Jens Weinreich: Tradition des Aktenschredderns. In: Berliner Zeitung, 11.12.2003.]

Pro oder Contra Olympia: Veranstaltung:
Freitag, 20. Februar, 18 Uhr, Aula des Schadow-Gymnasiums, Zehlendorf, Beuckestraße 27 – 29. Der Eintritt ist frei.
„18 Uhr: „Braucht Berlin Olympia?“ Heute Abend gibt es noch einmal die Möglichkeit, vor der DOSB-Meinungsumfrage über Pro und Contra einer Bewerbung zu diskutieren. Auf dem Podium: Klaus Böger (Präsident des Landessportbundes), Thomas Heilmann (CDU-Kreisvorsitzender Steglitz-Zehlendorf), Anja Schillhaneck (sportpolitische Sprecherin der Grünen), Moderation: Lorenz Maroldt (Tagesspiegel Checkpoint), Ort: Aula des Schadow-Gymnasiums, Zehlendorf, Beuckestraße 27-29, der Eintritt ist frei, Fragen und Meinungen im Sinne einer sportlich-fairen Debatte willkommen“ (Tagesspiegel, Checkpoint) Dazu auch: „Braucht Berlin Olympia?“. In: Tagesspiegel, 19.2.2015.
Dazu:
Thomas Loy: Olympia-Bewerbung Diskussion zwischen „gönn dir“ und Unsicherheit. In: Tagesspiegel, 21.2.2015.
[Leider fehlte auf dem Podium ein Vertreter von NOlympia. Kritik an den Olympischen Spielen – an den Knebelverträgen z.B. – kam aus dem Publikum.]

Karsten Kammholz: Selbst Sportpolitikern vergeht die Lust an Olympia: In: Welt.

Stefan Alberti: Der Bär ist abgehängt. Taz.
[Bewerbungstext für die nächste Olympia-Kampagne des Senats. (Dem Autor empfehlen wir, einmal nachzurecherchieren, was der „Olympische Geist“ ist und wieso er so gut zu den Nazi-Spielen von 1936 passt!)]

DOSB und Umfrage Berlin oder Hamburg:
Johannes Aumüller: Auf der Zielgeraden eines Marathons. In: Süddeutsche.
„So drängt sich manchen der Verdacht auf, dass diese Umfrage je nach Ausgang so interpretiert werden soll, wie es den maßgeblichen Strategen passt. Der deutsche Sport gilt in der Olympia-Frage als gespalten. Viele Fachverbände befürworten Berlin. Der DOSB-Spitze hingegen wird eine Sympathie für Hamburg nachgesagt, weil dort mutmaßlich die Gefahr geringer ist, dass die Bürger das Projekt ablehnen, wenn es im Herbst zu einem Volksentscheid kommt. Ein Nein bei einem Volksentscheid will der DOSB nach der gescheiterten Initiative Münchens für die Winterspiele 2022 unbedingt verhindern.“

21. Februar
Contra Olympia:
Erinnerung an Bewerbung um Sommerspiele 2000 – Steuerzahlerbund warnt vor neuem Olympia-Debakel. In: RBB. Teaser: „Während der Berliner Senat versucht, Begeisterung für die Bewerbung um Olympia 2024 zu schüren, kramt der Steuerzahlerbund in der dunklen Vergangeheit: In den 90er Jahren war die Stadt schon einmal mit dem Versuch gescheitert, die Spiele zu holen – eine teure Niederlage. Der Landesrechnungshof prangerte damals massive Schlampereien der zuständigen Olympia GmbH an. Für den Steuerzahlerbund eine Warnung, die auch heute noch gilt.“

13 Uhr
Flyeraktion NOlympia:
S-Bahnhof Tempelhof, Eingangsbereich am Zeitungskiosk/Laden

Olympia wird Berlin ärmer machen
Ausschnitt aus dem Ball der Wirtschaft 2015 – Verein Berliner Kaufleute & Industrieller (VBKI)
RBB-Aktuell fragt Catherine von Fürstenberg-Dussmann, Stiftungsratsvorsitzende der Dussmann-Gruppe, warum Berlin trotz der Warnung des DIW vor einem finanziellen Desaster die Spiele ausrichten sollte. Daraufhin antwortet sie:
„[…] Aber es kostet Geld. Das weiß ich. Und wir haben kein Geld. Wir sind arm und sexy, wie Wowereit immer gesagt hat. Nach den Olympics wir werden ärmer, aber sexier.“ Zum: Video [Dass die Olympischen Spiele Berlin ärmer machen werden, wird nun auch nicht mehr von der Wirtschaft bestritten.]

22. Februar
Pro und Contra Olympia:
Sigrid Kneist: Berlin, die Spiele, die Bewerbung „Warum regen Sie sich wegen Olympia so auf?“. In: Tagesspiegel. Teaser: „Nolympia gegen Berlympics – Judith Demba gegen Alexander Wolf. Braucht Berlin Olympia? Ein Streitgespräch über Chancen und Risiken, die Erfahrungen aus den 90ern und die Fehler der Politik.“

Olympia und Berliner Infrastruktur:
Klaus Kurpjuweit: Die Spiele, die Bewerbung, der Verkehr. Auf der Olympia-Fahrspur durch Berlin. In: Tagesspiegel.

Die Humanistische Union sagt: Nein zu dieser Volksbefragung und Nein zu den bürgerrechtlichen Kosten einer Olympiade.
HU-Position Olympische Spiele in Berlin – 2-2015

Tilmann Heuser (Geschäftsführer BUND Berlin): Alle warten auf den Forsa-Anruf – ich nicht.
[Der Text sagt: 1. „Berlin will Olympia nicht“ 2. Heuser erkennt die Meinungsumfrage von vornherein nicht an, auch wenn sich dies NEIN bestätigen sollte. Das entspricht im Wesentlichen der Senatsposition]

23. Februar, 19 Uhr:
Anzeigengate:
Schriftliche Anfrage von Klaus Lederer (rechtspolitische Sprecher der LINKEN) zum Anzeigengate (vgl. 20. Februar u. 5. März). (Quelle).
Bündnistreffen NOlympia bei der Grünen Liga Berlin

24. Februar:
Pro-Olympia-Veranstaltung:
Der Berliner Senat trifft Alfred Hörmann vom DOSB zu einer gemeinsamen Tagung.
18 Uhr: Sportausschuss Mitte zu dem Thema „Olympia“. (Rathaus Mitte, Karl-Marx-Allee 31, 10178 Berlin) Eingeladen sind Carsten Spallek, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung im Bezirksamt Mitte von Berlin und Klaus Böger, Präsident Landessportbund Berlin.

Regierung tagt am 24. Februar im Olympiastadion. DOSB-Präsidium besucht Senatssitzung. (Quelle)

Interview mit Karen Thormeyer (GRÜNE LIGA BERLIN): „Olympia ist ein Fest für Privilegierte“. In: Tagesspiegel, 25.2.2015.

Frank Bachner: Olympiabewerbung von Berlin. Politischer Hürdenlauf. In: Tagesspiegel, 25.2.2015.

Stefan Liebich (MdB, DIE LINKE): Brief an DOSB.

25. Februar:
Olympia und das „Problem“ Demokratie:
Sport.de: DFL-Geschäftsführer kritisiert DOSB-Umfrage zu Olympia. 25.2.2015
„Warum sollen Leute befragt werden, die sich eh nicht für Sport interessieren?“ Vielleicht, weil sie den milliardenschweren Irrsinn mitbezahlen müssen?

SPAM: Hamburg aus dem Rennen. Berlin viel besser für Olympia gerüstet! In: Spiegelonline.
„Berlin will das olympische Dorf in den aktiven Flughafen Tegel integrieren.“

26. Februar:
Contra Olympia:
Gastbeitrag von Gabriele Hiller der Fraktion Die Linke: Wir sind gegen Olympia, weil wir für Berlin sind. In: Berliner Zeitung.

Demokratie-Simulation und Mitmachfalle
Andreas Abel: Bürgerbeteiligung. 50 Berliner kontrollieren die Olympia-Planer. In: Berliner Morgenpost.
Teaser: „25 Berliner wurden vom Senat eingeladen, 25 weitere Teilnehmer der „Begleitgruppe“ wurden ausgelost. Sie sollen den Olympia-Prozess verfolgen, von der Bewerbung bis zur Auswertung nach den Spielen.“

Umfrage Olympia oder NOlympia:
Frank Bachner: Umfrage zu Berlin-Bewerbung Mehrheit der Bürger will Olympia – vor allem Spandauer. In: Der Tagesspiegel.

27. Februar:
Olympia und das „Problem“ Demokratie:
Johannes Aumüller und Thomas Kistner: Bewerbung für Olympia 2024 Hamburg und Berlin rätseln über Wahlverfahren. In: Süddeutsche.de

Contra Olympia:
Klaus Lederer (MdA, Die LINKE): Dem DOSB seine Meinung sagen!

Contra Olympia: Bündnis NOlympia Partner NABU Berlin
Anja Sorges (Geschäftsführerin NABU Berlin): Olympische Spiele in Berlin. Der Naturschutz sagt Nein zu Olympia. In: Tagesspiegel.

Contra Olympia / Bündnis NOlympia: Der Olympia-Trojaner oder Die olympische Idee
Ein Gastbeitrag von Sigrun Franzen und Rainer Schmitz (NOlympia Berlin/Berliner Wassertisch): Olympia-Debatte: Warum Berlin auf die Spiele verzichten sollte. In: Spiegelonline, 27.2.2015.

Das Problem der Olympia-Lobbyisten mit der Demokratie oder Die Verachtung der Wähler_innen:
Joachim Hunold: Warum Olympia nach Berlin gehört. In: Tagesspiegel.
[„Warum Olympia nach Berlin gehört“. Oder „Persil ist Persil“. Argumente darf man von Herrn Hunold nicht erwarten, stattdessen WählerInnenbeschimpfung und der Wunsch, dass sich die Berliner Regierung nicht um die Wünsche ihrer Bevölkerung schert. Ein weiteres Beispiel dafür, dass Olympia und Demokratie nicht gut zusammenpassen.]

Wer entscheidet über Berlin oder Hamburg:
RBB: Über die Entscheidungsträger im DOSB – Wer die Wahl hat…
[Thomas Bach, IOC-Präsident / Alfons Hörmann, Präsident des DOSB / Walter Schneeloch, Vizepräsident Breitensport/Sportentwicklung / Ole Bischof, Vizepräsident Leistungssport / Petra Tzschoppe, Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung / Claudia Bokel, IOC-Mitglied / Christian Schreiber, Vorsitzender der DOSB-Athletenkommission / Gudrun Doll-Tepper, Vizepräsidentin für Bildung / Stephan Abel, Vizepräsident Wirtschaft und Finanzen / Ingo-Rolf Weiss, Vorsitzender der Deutschen Sportjugend]

28. Februar
Contra Olympia:
Sporting mega-events. Just say no. Hosting the Olympics and the World Cup is bad for a city’s health. In: The Economist.

Kosten laufen aus dem Ruder. Olympia 2017:
Sport1.de: Olympische Spiele 2018: Pyeongchang und IOC bilden Task Force.
Zitat: „Ausufernde Kosten hatten zuletzt dazu geführt, dass das Organisationskomitee mehr Gelder von der Regierung beantragen musste.“

Contra Olympia. Kosten:
The Economist: Sporting mega-events. Just say no. Hosting the Olympics and the World Cup is bad for a city’s health.
MÄRZ 2015:

1. März
Pro und Contra Olympia:
Hiller vs. Böger. Der Streit der Ringe – das Rededuell zu Olympia in Berlin. In: Berliner Morgenpost.

Forsa Umfrage Berlin oder Hamburg:
Werner van Bebber: Zweifel an der Olympia-Umfrage in Berlin. In: Tagesspiegel.

Pro Olympia – Der Mythos vom Sommermärchen:
Gerd Nowakowski: Olympia-Bewerbung. Warum Berlin bloß keine Angst haben sollte. In: Tagesspiegel.
[Zum Thema Sommermärchen verweisen wir auf den Anstieg der Fremdenfeindlichkeit nach den Spielen:
Toralf Staud: Studie zur Fußballweltmeisterschaft Fußballtaumel und Fremdenfeindlichkeit. In: Süddeutsche, 15.6.2012.
Ausschnitt: „Das Institut für Konflikt- und Gewaltforschung hat sich dem WM-Fußballtaumel befasst. Ergebnisse: Die Fremdenfeindlichkeit wächst. Die These vom „toleranten Patriotismus“ sei „gefährlicher Unsinn“.“
Constantin Wißmann: EM-Patriotismus. Meine gefährliche Liebe zu Deutschland. In: ZEIT, 21.6.2012
Jan Tölva: “WIR” SIND DEUTSCHLAND? In: Transparent Magazin, 26.6.2014
„Wenn im fernen Brasilien der Ball rollt und Mannschaften aus aller Welt um den Titel des Weltmeisters streiten, werden auch in Deutschland wieder schwarz-rote-gelbe Fahnen wehen und Menschen mit der deutschen Elf mitfiebern, denen Fußball sonst herzlich egal ist. Viele halten das für harmlos. Aber das ist es nicht.“
Dagmar Schediwy: Ganz entspannt in Schwarz-Rot-Gold? Der Neue deutsche Fußballpatriotismus aus sozialpsychologischer Perspektive Reihe: Sozialpsychologie Bd. 1, 2012, 384 S., 34.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-11635-2
http://www.dagmar-schediwy.de/]

2. März:
IHK lädt DOSB ein
„Für Dienstagabend hat die IHK das Präsidium des DOSB zu einer Tafelrunde ins Bode-Museum geladen (der Pergamon-Altar ist ja geschlossen). Mit dabei: die Präsidenten der Sportverbände, Spitzenvertreter der Wirtschaft, dazu vom Senat Michael Müller, Frank Henkel, Sportstaatssekretär Andreas Statzkowski, Senatskanzleichef Björn Böhning und Senatssprecherin Daniela Augenstein. Ablauf (geplant): Grußwort von IHK-Präsident Eric Schweitzer, Eröffnungsrede von Müller, dann kommen die 100 Gäste mit den Sportfunktionären bei einem gesetzten Dinner ins Gespräch.“ (Lorenz Maroldt (Checkpoint, 20.2.2015)
[Der Gegner der Rekommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe – IHK Berlin – lud ein.]

Dazu: Frank Bachner, Kevin P. Hoffmann: Buhlen um Olympia Berlin umwirbt den Sportbund im Bode-Museum. In: Tagesspiegel.
Ebenfalls dazu:
IHK. 2011: Contra Rekommunalisierung BWB. 2015: Pro Olympia
Kevin P. Hoffmann: Jan Eder (IHK) im Interview „Olympia kann uns mental einen Schub geben“. In: Tagesspiegel, 3.3.2015.

Buschkowsky, Olympia und das Demokratieproblem
Jan Thomsen u. Ralph Kotsch: Interview mit Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky. „Zuzügler haben kein Gespür, wie Berlin tickt“. In: Berliner Zeitung.
Laut Buschkowsky lassen sich die „echten Berliner“ begeistern. „Aber mehr als die Hälfte unserer Einwohner sind ja keine Originale mehr. […] Die vielen Zuzügler der vergangenen Jahre aus Klein- und Mittelstädten haben auch eine gewisse Provinzialität mitgebracht. Sie sind einfach keine Großstädter, sie haben keine Bindung an die Geschichte dieser Stadt, kein Gespür, wie sie tickt, kein Gefühl für das Gesamtinteresse.“
[So rein wie 1936 wird Berlin hoffentlich nie wieder! Klar, dass die Buschkowsky’s dieser Welt für die Nationalisierungsmaschine Olympia sind!]

100-seitiges, internes Papier des DOSB zu Berlin oder Hamburg
Norbert Siegmund: Berlin punktet im Olympia-Vergleich. In: RBB.

DOSB und die Bewerbung München 2018:
Sport inside: Bayerischer Oberster Rechnungshof prüft Geschäfte der Münchner Olympiabewerber / DOSB hat Bewerber-GmbH für die Winterspiele 2018 noch immer nicht liquidiert . In: WDR.
„Anlass für die Prüfung, so teilte die Behörde auf Anfrage mit, sei >das finanzielle Risiko des Freistaats für den nicht von privaten Mitteln gedeckten Finanzierungsaufwand der Gesellschaft< gewesen…. In viel größerem Umfang als bisher bekannt seien Unternehmen im Besitz der öffentlichen Hand zur Finanzierung der Olympiabewerbung herangezogen worden. >Gut 50 Prozent der Gelder stammen von Unternehmen, die im Staatsbesitz sind. Man kann durchaus sagen, von den 33 Millionen hat gut die Hälfte der Steuerzahler bezahlt.< “
Katja Riedel: Kandidatur für Winterspiele 2018. Offene Fragen zu Olympia. In: Süddeutsche Zeitung.

Contra Olympia. Viele Argumente, warum Olympia ein Betrug an den Menschen ist:

Grit Hartmann und Robert Kempe: Spiele mit dem Bürger. In: WDR, Sport Inside.
„Olympische Spiele – rauschendes Fest des Sports, Leistungsschau der Nationen, Milliarden an den Bildschirmen. Zugleich: Milliardengrab. Mit Kostenüberschreitungen um mehr als 300 Prozent seit 1960, wie Wissenschaftler der Universität Oxford errechnet haben. Zuletzt London 2012: 14 Milliarden Pfund – statt geplanter vier Milliarden. Sotschi 2014 – Preisrekord mit über 50 Milliarden US-Dollar. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) schickt für 2024 trotzdem einen Bewerber ins Rennen, gegen starke Konkurrenz wie Boston oder Rom, vielleicht Paris, Istanbul, Budapest, Doha. Für Deutschland sollen es Hamburg oder Berlin richten – nach vier gescheiterten Versuchen. Die letzte Bewerbung für München 2022 stoppte ein Bürgervotum – ein Trauma für den Sport. Deshalb soll der Bürger jetzt „mitgenommen“ werden, gar „partizipieren“, gibt es groß angelegte Werbekampagnen – aber kaum Fakten, vor allem nicht zu den Kosten der Spiele. Intransparenz als Basis für den Optimismus der Olympialobbyisten? Das DOSB-Präsidium jedenfalls klammert sich an Meinungsumfragen, die es unter je 1500 Einwohnern in beiden Städten in Auftrag gegeben hat. Andere Kriterien für die Wahl zwischen Hamburg und Berlin legen die Spitzenfunktionäre nicht offen. Dabei haben sie noch eine Altlast aufzuarbeiten: die Geschäfte der 2011 gescheiterten Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH.“ (Quelle)
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[Unbedingt ansehen!]
Zitat Brenke (DIW) zur Werbekampagne des Berliner Senats: „Der Bürger zahlte schließlich für seine eigene inhaltsleere Beeinflussung“ (Minute 2:48)

 

 

 

 

 

Verstaltung der Grünen Berlin: Arm aber Olympia – was bringen die Spiele Berlin?
19 -21 Uhr, taz-Café. Moderation: Bettina Jarasch und Daniel Wesener (Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Berlin) u.a. mit: Karl Brenke (Referent, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.), Tilmann Heuser (Geschäftsführer, BUND Berlin), Anja Schillhaneck (sportpolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen Berlin). Dazu:

Contra Olympia. Kommerzialisierung:
Degenfechterin Duplitzer: «IOC betreibt Verkauf der olympischen Idee». In: Berlin.de
[Kommerzialisierung hin – Kommerzialisierung her. Die Olympische Idee ist und bleibt ein Mythos! -> Artikel Olympia-Trojaner]

Grüne gegen Olympia 🙂
DPA: Kritik am IOC. Grüne gegen Olympia in Berlin. In: Berliner Kurier, 3.3.2015.

Schriftliche Anfrage Dr. Klaus Lederer (LINKE) zum Fall Metronaut
Antwort auf: Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Dr. Klaus Lederer (LINKE): Plant der Senat eine Kennzeichnungspflicht für Satire? Drucksache 17/15505 (10. Februar / Antwort: 2. März)
Dazu Metronaut: “Der Senat bewertet weder den Beginn, noch das Ende von Satire”.

3. März
Landesverband Grüne gegen Olympia
RBB: Grüne: Berlin hat Olympia nicht nötig. 3.3.2015.
„Tilmann Heuser, Geschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), äußerte sich skeptisch, ob Berlin sich gegen den zweiten deutschen Kandidat Hamburg durchsetzen kann. >Ich glaube nicht, dass sich der DOSB für Berlin entscheidet< , sagte Heuser. Der DOSB sei sich darüber im Klaren, dass mit Blick auf einen Volksentscheid in Berlin >die Olympia-Gegner leichter zu mobilisieren sind.< „

IOC und Korruption:
Kolumne: Andreas Koristka fragt sich, ob korruptionsfreies Olympia beim IOC ohne ein bisschen Nachhilfe durchzusetzen ist. In: Neues Deutschland.

Kosten für die Olympia-Bewerbung / Bestrahlung Brandenburger Tor:
„Der Senat hat auf Piraten-Nachfrage bekanntgegeben, was die Olympiabestrahlung des Brandenburger Tors gekostet hat (23. bis 31. Januar): exakt 40.263 Euro.“ (Quelle: Checkpoint, 3.3.2015)

Transparenz und Kosten:
DOSB-PRESSE: Der Artikel- und Informationsdienst des Deutschen Olympischen Sportbundes. (pdf)
„Das IOC informierte den DOSB, dass es alle relevanten Dokumente für die Olympiabewerber 2024 zum 15. September 2015 veröffentlichen wird, darunter auch den Host-City-Vertrag und den Anforderungs-Katalog für die Bewerber- und die Kandidatenphase. Im Entwurf des Host-City-Vertrags wird das IOC genaue Angaben über seinen Organisationskostenzuschuss für die Olympischen Spiele 2024 machen“ (Quelle)
Erst NACH einer möglichen Volksbefragung (13.9) soll am 15.9.15 der Host-City-Vertrag offengelegt werden! Die Bürger wissen nicht, worüber sie abstimmen!
Zum Papier vgl. Jens Weinreich: Olympia 2024: Transparenzattacke wider Willen. In: Krautreporter, 5.3.2015.

Contra Olympia 2024:
MEGAspree on Air: „EAST-SIDE-GALLERY vs. Olympische Spiele“ (EAST-SIDE-GALLERY vs. Olympische Spiele).
Teaser: „[…] aber die Stadt rüstet auf zur MEGAbewerbung, um DIE SPIELE, die Olympischen nach Berlin zu holen. Allein diese Bewerbung kostet einen 2-stelligen Millionenbetrag!“
[Ab Minute 27:03 zum Thema Olympia Berlin. Dabei: Sigrun Franzen von NOlympia Berlin/Berliner Wassertisch].

4. März
Graffiti: “I Love NOlympia”
RBNSHT: “I Love NOlympia” BVG Adbusting in Berlin

Deutschlandweite Umfrage von Olympiabefürworter Morgenpost und von RBB
Ute Schumacher: Stimmungstest durch Infratest dimap – Berlin liegt in bundesweiter Olympia-Umfrage vorn.
„Sollen die Olympischen Spiele 2024 in Berlin oder in Hamburg ausgetragen werden? Darüber will der DOSB in Kürze entscheiden. Das Votum soll dabei stark von der Bürgermeinung abhängen. Eine bundesweite Umfrage im Auftrag von rbb und Berliner Morgenpost zeigt jetzt schon: Berlin hat knapp die Nase vorn.“
[Eine deutschlandweite Befragung ist unseriös. Und ob die Menschen auch danach befragt wurden, ob sie wissen, dass die (von Prof. Manssen 2011 als sittenwidrige „Knebelverträge“ bezeichneten) Verträge bis zuletzt vom IOC geheimgehalten werden, ist nicht bekannt.]

Olympia Jubelveranstaltung
Andreas Geisel, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin: Ziele und Leitbilder der Stadtentwicklung Berlins. Ort: Urania Berlin.

Kosten für die Olympia-Bewerbung / Bestrahlung Brandenburger Tor:
Frank Bachner: Olympia-Bewerbung in Berlin. Farbspektakel für 40.000 Euro . In: Tagesspiegel, 4.3.2015.

5. März:
Anzeigengate: (s. 20. Februar)
Keine positive Berichterstattung – keine Olympia-Anzeige. Wie der Berliner Senat und Berlin Partner versuchen, positive Berichterstattung zu „erzwingen“:

„wenn es stimmt, was Lars Petersen heute in der >BZ< über die Stornierung der Olympia-Kampagne im Tagesspiegel schreibt, dann hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller im Parlament nicht die Wahrheit gesagt. Müller hatte behauptet, die Entscheidung habe Berlin Partner >gesteuert<, kritische Berichterstattung sei kein Kriterium gewesen. Die >BZ< berichtet dagegen, Senatskanzleichef Björn Böhning sei es gewesen, der mehrfach und dann entscheidend bei einer Telefonkonferenz am 6. Februar gegen den Willen von Berlin Partner durchgesetzt hat, den Tagesspiegel rauszunehmen: >Jedem war klar, warum<, wird ein Insider zitiert, der den Vorgang >dilettantisch< nennt, Böhning sei >sauer< gewesen. Im Parlament hatte Müller noch gesagt: >Nicht alles, was im Checkpoint steht, stimmt.< Wie es aussieht, muss die Geschichte umgeschrieben werden: Nicht alles, was Michael Müller sagt, stimmt. (Lorenz Maroldt im Checkpoint)
[Das zum Thema Vergiftung des politischen Klimas und Einflussnahme der Senatskanzlei auf die freie Berichterstattung.]

Dazu: Klaus Lederer (rechtspolitische Sprecher der LINKEN): Müller sollte schnellstens für Aufklärung sorgen.
„Laut Medienberichten gibt es Hinweise, wonach der Regierende Bürgermeister am 19. Februar im Parlament auf meine Anfrage zur Platzierung von Olympiaanzeigen die Wahrheit verschwiegen hat. […] Sollten sich […] die Zeitungsberichte bestätigen, wonach eine Anzeige durch die Senatskanzlei storniert wurde, weil die Olympiaberichterstattung dem Senat nicht gefiel, wäre das nicht nur politisch fragwürdig. Es wäre zu befürchten, dass Michael Müller dieses Vorgehen gedeckt hat.“
Dazu: Sabine Beikler: Ungereimtheiten um Michael Müller und Werbekampagne Opposition fordert Aufklärung wegen Olympia-Anzeigen. In: Tagesspiegel.

Olympia und Demokratie. Bundesweite Olympia-Abstimmung?
RBB: Bundesweite Olympia-Abstimmung?.
[Weil sich in Berlin kaum einer für die Olympischen Spiele interessiert und in einer – von den Olympiabefürwortern Berliner Morgenpost und dem RBB veranlassten – bundesweiten Umfrage 4% mehr für Berlin ausgesprochen haben, regt der Sportstaatssekretär und Präsident des SCC Berlin Andreas Statzkowski an, dass nicht die Berliner zu Olympia Berlin 2024 befragt werden, sondern die Bürgerinnen ganz Deutschlands. So umgeht er einer Niederlage bei einer Bürgerbefragung oder einem Volksentscheid in Berlin. Schade, dass es keinen bundesweiten Volksentscheid gibt. Statzkowski versteht die Olympischen Spielen als eine „nationale Aufgabe“. Das sagen wir doch die ganze Zeit: Nationalismus und Olympia gehören zusammen.]

Veranstaltung
19 Uhr Diskussionsrunde: Bürgerbeteiligung und Olympia in Berlin. Mit Dr. Klaus Lederer. Ort: Berlinxx.net, Greifswalderstr. 220. (Openstreetmap)

Jan Thomsen: Olympia-Bewerbung für Berlin. Olympia-Befürwortern rutscht das Herz in die Hose. In: Berliner Zeitung.

Verdi Hamburg gegen Olympia
Hamburg 1: Bedenken an Finanzierung: „Dabei sein ist nicht alles“. ver.di will kein Olympia in Hamburg.

DOSB-Papier
Jens Weinreich: Olympia 2024: Transparenzattacke wider Willen. In: Krautreporter.
Teaser: „Wenige Tage vor der Entscheidung zwischen Hamburg und Berlin hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) erstmals einige Details zu den Bewertungskriterien der beiden Olympiabewerber veröffentlicht. Sogar das IOC hatte darauf gedrängt. Das Papier lässt viele Fragen offen – eine erste Auswertung.“

Doping:
David Joram: Sportwissenschaftler über BRD-Doping: „Gigantische Pharmakologisierung“. In: TAZ.
Teaser: „Andreas Singler untersucht Doping an der Uni Freiburg. Der Wissenschaftler spricht auch über Missbrauch im Fußball und mangelnden Aufklärungswillen.“

6. März
Kosten Olympia-Werbekampagne
Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Anja Schillhaneck (GRÜNE) vom 16. Februar 2015 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 17. Februar 2015) und Antwort: Geldwerte Leistungen von Landesunternehmen für Olympia-Werbekampagne.

Olympia und die Schein-Demokratie
Olympia verhindern: Olympia-Bewerbung Berlin: Die demokratische Fassade bröckelt.

Lex Olympia und ein echter Volksentscheid
Andreas Abel: Olympia in Berlin – Juristen streiten über Volksbefragung. In: Morgenpost.
Ausschnitt: „Linken-Fraktionschef Udo Wolf sieht keinen Zeitdruck. Die Opposition prüfe eine Verfassungsklage in Ruhe, erst müsse der Deutsche Olympische Sportbund Mitte März entscheiden, ob er mit Hamburg oder Berlin ins Rennen gehen will. Im Fall einer Klage werde zeitgleich ein Volksbegehren initiiert. Das sei dann zwar nicht mehr vor dem Bewerbungsschluss für Olympia 2024 am 15. September möglich“

DOSB – Entscheidung Hamburg oder Berlin
Andreas Schirmer: Olympische Spiele: Endspurt im Duell der Olympia-Bewerber. In: Frankfurter Rundschau.
Teaser: „In der nächsten Woche beginnt der Endspurt für die Wahl der deutschen Olympia-Bewerberstadt. Berlin oder Hamburg? Dies muss das DOSB-Präsidium entscheiden. Am Montag tagt das Führungsgremium in Frankfurt/Main, um die Entscheidung vorzubereiten.“

Wirtschaftsexperte rät von Olympia Berlin ab:
SID: Brenke: „Berlin sollte auf Olympia verzichten“ (Video). In: Der Tagesspiegel.
Teaser: „Deutschland kann sich Olympische Spiele nicht erlauben. Zu dieser Erkenntnis kommt der renommierte Volkswirt Karl Brenke. Der Referent am DIW in Berlin rät beiden deutschen Kandidaten, Hamburg und Berlin, von einer Kandidatur ab.“

Argumente Pro und Contra Olympia:
Johannes Graf: Gigantisch, teuer, umstritten. Was bringen die Olympischen Spiele?. In: N-TV.
Teaser: „Die PR-Maschinerie läuft auf Hochtouren, Hamburg und Berlin sind im Rennen für die Olympischen Spiele 2024 oder 2028. Doch was kostet das Großereignis überhaupt, und wer will das? Und wie viel Macht bekommt dann das IOC?“
[Und wieder wird der Mythos vom „Sommermärchen“ 2006 bemüht (→ Zunahme an Fremdenfeindlichkeit)].

Außerdem:
Gabriele Hiller, NOlympia Berlin: Berliner Olympiabewerbung ist „verantwortungslos“ (Video). In: N-TV.
Teaser: „Das Bündnis NOlympia macht seit Herbst vor allem in der Hauptstadt Front gegen die Spiele und rechnet mit einem Anstieg der Gewaltaktionen, falls Berlin den Zuschlag bekommt.“

Contra Olympia:
Alexander Drechsel : Olympische Spiele. NOlympia: „Alle Fakten müssen auf den Tisch“. In: Deutsche Welle.
Teaser: „Sollen die Olympischen und Paralympischen Spiele im Sommer 2024 in Hamburg ausgetragen werden? Nicole Vrenegor von der Initiative NOlympia ist dagegen, weil sie Transparenz vermisst.“

7. März
Bürger sollen über geheime Verträge abstimmen. Lex Olympia
Oliver Kern: Das IOC veröffentlicht wichtige Dokumente erst nach Olympia-Bürgerentscheid in Berlin. In: Neues Deutschland.
Teaser: „Was muss eine Olympiastadt dem IOC garantieren? Wie viel Geld bekommt sie im Gegenzug? Wichtige Fragen, die jedoch vor einem eventuellen Bürgerentscheid in Berlin nicht mehr beantwortet werden.“

Pro und Contra Stimmung in Berlin
RBB: Vor der Forsa-Umfrage zu Olympia in B und HH – Die Twitter-Stimmung vor der Vor-vor-vor-Entscheidung.

Contra Olympia – Gespräch mit NOlympia-Aktivisten
Johannes Kopp: Kritik an Olympia. Die Macht der Neinsager. In: TAZ.
Teaser: „Die Gegner der Spiele agieren in Hamburg und Berlin auf höchst unterschiedliche Weise. Erstere wollen mit allen reden, letztere auch mal stören.“

Olympia Berlin oder Hamburg?
Annika von Taube: Berlin oder Hamburg? Geht gar nicht!. ZEIT ONLINE
Teaser: „Im Rennen um olympische Gunst treten die schlimmsten Städte Deutschlands gegeneinander an. Eine bessere Gelegenheit zum Städte-Bashing gibt es nicht. Ergreifen Sie sie!“

Pro Olympia: Vesper
Michael Vesper im Gespräch mit Philipp May: Olympia 2024. Keine Angst vor Bürgerentscheid. In: Deutschlandfunk. (mp3-Datei)
Teaser: „Am 21. März wird der deutsche Kandidat für Olympia 2024 auf der DOSB-Mitgliederversammlung offiziell gekürt. Die Entscheidung für Berlin oder Hamburg trifft das Präsidium bereits am 16. März – auch auf Grundlage einer Expertenrunde vieler gesellschaftlicher Bereiche.“
[Sehr erfreulich, dass sich Vertreter von Bündnis 90 / Die Grünen nicht an der undemokratischen Veranstaltung beteiligen werden].

8. März
Contra Olympia Hamburg:
(N)Olympia: „Die Partylaune ist bald vorbei“. In: NDR.

Bert Schulz: Kommentar zur Olympia-Bewerbung. Die genialen Dilettanten. In: TAZ.
Teaser: „Der Senat hat die Spiele und vor allem den dafür nötigen Bürgerentscheid im September nie gewollt. Das hat sich in den vergangenen Monaten immer wieder gezeigt.“

Contra Olympia:
RAYK ANDERS: „Wer steckt hinter Olympia?“. (Video, 5:33)
raykanders
[Sehr unterhaltsam und sehenswert!].

Contra Olympia: Olympia Berlin gefährdet Naturschutz:
Frank Bachner: Berlin-Bewerbung 2024 und 2028. Naturschützer: Olympia gefährdet Vögel und Käfer. In: Der Tagesspiegel.

Ausführliches zum Anzeigengate:
Christian Meier: Anzeigenkampagne für Olympia – aber nur für Ja-Sager?. In: WELT.
Teaser: „Wurde der „Tagesspiegel“ von der Berliner Senatskanzlei für seine kritische Olympia-Berichterstattung abgestraft? Hinweise legen das nahe. Bürgermeister Müller und sein Kanzleichef streiten ab.“
Ausschnitt: „Bei Berlin Partner handelt es sich um eine Public Private Partnership (PPP) zwischen Senat + rund 200 Unternehmen“

9. März
Olympia contra Naturschutz:
Lorenz Maroldt: „Der DOSB will die Ergebnisse der Forsa-Umfragen in Berlin und Hamburg zu Olympia vorstellen. Ob der Berliner Verband des „Nabu“ auch befragt worden ist, wissen wir nicht. Fest steht aber, dass die Naturschützer Olympische Sportstätten in Tegel vehement ablehnen. Der Grund: Wenn die Wiesen auf dem alten Flughafengelände erst einmal niedergetrampelt sind, ist auch die Heimat der dort ansässigen Berliner Stechimmen, Falter und Laufkäfer zerstört. Ein möglicher Kompromiss: Berlin bewirbt sich einfach für die nächste Dschungelolympiade.“ (Quelle)

Contra Olympia – NOlympia Berlin
NWZ ONLINE: Nolympia In Berlin Und Hamburg. Front gegen die Spiele.
Teaser: „Das Bündnis NOlympia macht seit Herbst vor allem in der Hauptstadt Front gegen die Spiele und rechnet mit einem Anstieg der Gewaltaktionen, falls Berlin den Zuschlag bekommt.“

IOC-Mitglieder
DPA: Kleine Soziologie der IOC-Mitglieder. In: Frankfurter Rundschau.
„103 Mitglieder, darunter 21 Frauen, Durchschnittsalter 63,5 Jahre, Alterspanne 28-80, 12 Adel und Hochadel, 40 Firmenchefs, Banker, Manager; vor dem Jahr 2000 Berufene = Ausscheiden mit 70 Jahren; bis 2000 Berufene – Ausscheiden mit 80 Jahren“

Contra Olympia: GEW
„Die GEW BERLIN empfiehlt dem DGB Bezirksvorstand, sich nicht öffentlich für eine Olympiabewerbung Berlins zu positionieren. Die Vertreterin im Bezirksvorstand wird aufgefordert, sich bei einer Abstimmung im Gremium entsprechend zu positionieren. […]. DIE GEW ist die Bildungsgewerkschaft. Die drängenden Probleme und Herausforderungen im Bildungsbereich
-Es fehlen Kitaplätze und es werden dringend Kitaneubauten benötigt.
-Der desolate Zustand vieler Schulgebäude und der Sanierungsstau von über zwei Milliarden Euro sprechen auch für einen sachorientierten Einsatz der finanziellen Mittel
-Auf Grund der Anforderungen an die wachsende Stadt Berlin werden tausende neue Schulplätze und zusätzliche Schulgebäude benötigt.
-Schon heute lernen in 170 Schulen in 340 Lerngruppen für Kinder ohne Deutschkenntnisse 3.900 Schülerinnen und Schüler. Es sind mehrheitlich Kinder geflüchteter Familien mit schweren traumatischen Erlebnissen und Erfahrungen. Für diese Arbeit sind die besten Pädagoginnen und Räumlichkeiten erforderlich. Das ist vielfach nicht der Fall.
-Ebenso braucht es eine auskömmliche Finanzierung der Hochschulen und Universitäten. Auch hier schiebt der Senat einen großen Sanierungsstau vor sich hin.
Außerhalb dieser bildungspolitischen Argumente steht Berlin weiterhin vor der Lösung offener Großprojekte (Flughafen…) und würde sich mit den olympischen Spiele ein neues Mammutprojekt an Land ziehen.“

Pro und Contra Olympia
Imke Duplitzer: Olympiadebatte, Teil 1. In: TAZ.
Teaser: „Der Breiten- und Schulsport in Deutschland braucht einen Schub. Aber kann Olympia, ein kommerzialisiertes Event, so ein Impulsgeber sein?“
[Der Autorin empfehlen wir, zum „Olympischen Geist“ diesen Artikel zu lesen.]

Entscheidung Hamburg oder Berlin:
André Görke, Bodo Straub, Sabine Beikler, Jana Lotze: Die Olympia-Debatte im Live-Ticker Berlin oder Hamburg? Das Warten geht weiter. In: Der Tagesspiegel.

19 Uhr Bündnistreffen NOlympia

10. März
Bekanntgabe der Ergebnisse der Forsa-Umfrage:
„In der hessischen Stadt Neu Isenburg werden die Ergebnisse der Forsa-Umfrage bekanntgegeben. Am selben Tag findet eine Präsidiumssitzung des DOSB statt. Dort soll abschließend geklärt werden, welche Mitglieder des Präsidiums abstimmungsberechtigt sind.“ (Quelle)
Laut Vesper werden „um den 10. März“ Ergebnisse der am 19. Februar angelaufenen Umfrage bekanntgegeben (Quelle: Olympia-Bewerbung: Umfrage hat begonnen. In: NDR, 20.2.2015).

Pro Olympia:
Michael Müller im Gespräch mit Friedbert Meurer: Berliner Bewerbung „Olympische Spiele können Stadt voranbringen“. In: Deutschlandfunk.

Hamburg oder Berlin:
Hamburg oder Berlin? Das sagen die Experten. In: WELT.

Pro Olympia:
Gespräch mit Walther Tröger zur Olympia-Bewerbung : „Die Präsentation Berlins war die beste aller Zeiten“. In: Berliner Zeitung.

Forsa-Umfrage
Bodo Straub, Friedhard Teuffel und Sabine Beikler: Live-Ticker – Olympia in Berlin oder Hamburg DOSB-Chef Hörmann: „Umfrage liefert interessante Hinweise“. In: Der Tagesspiegel.

Forsa-Institut steht in der Kritik:
Martin Reeh: Olympia-Umfrage von Forsa. 55:64 – ein Ergebnis wie bestellt. In: TAZ.
Teaser: „Mit der Olympia-Umfrage betraute der DOSB ausgerechnet Forsa. Das Institut steht seit Jahren wegen seltsamer Zahlen in der Kritik.“

Forsa-Umfrage:
Handelsblatt: Olympia DOSB. Offiziell: Hamburg stimmt mit 64 Prozent für Olympia 2024 – Berlin bei 55 Prozent.

Pro Olympia:
Harry Nutt: Kommentar zur Forsa-Umfrage. Die Olympia-Zustimmung ist ein dickes Plus für Berlin. In: Berliner Zeitung.

Contra Olympia: NOlympia Berlin
SID: Olympia. NOlympia geht in Stellung: „Wir prophezeien schwere Zeiten“. In: ZEIT ONLINE.

Forsa-Umfrage: Ergebnis
Forsa-Umfrage: Meinungen der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg und Berlin zu einer Bewerbung um die Austragung der Olympischen Spiele (4. März 2015)
Ausschnitt: „Die Erhebung wurde in Berlin vom 16. bis 22. Februar 2015 und in Hamburg vom 19. bis 27. Februar 2015 mithilfe computergestützter Telefoninterviews durchgeführt.“ (Quelle)

[Unser Kommentar: Am 16. Februar begann die Forsa-Umfrage in Berlin. Der Spiegel startet dazu eine Debatte zum Thema Olympia. Der erste Gastbeitrag – ein Pro-Olympia-Beitrag – wurde am 17. Februar freigeschaltet: Er stammte vom Berliner Justizsenator Thomas Heilmann und Staatssekretär Tim Renner. Im Abspann stand: „In den nächsten Tagen antwortet bei SPIEGEL ONLINE ein Olympia-Gegner auf die Argumente von Heilmann und Renner.“ Der bereits am 19. März beim Spiegel („er soll voraussichtlich heute erscheinen“) eingereichte Contra-Olympia-Artikel wurde erst am 27. Februar, 13:31 eingestellt. Er stammte von den NOlympia-Aktivisten Sigrun Franzen und Rainer Schmitz. Am gleichen Tag wurde die Forsa-Umfrage beendet.].

Ausschnitt: „Doch für eine Bewerbung ihrer Stadt um die Austragung der Olympischen Spiele im Jahr 2024 sind deutlich weniger Bürger: in Berlin 55 und in Hamburg 64 Prozent.“ (Quelle)

Contra Olympia: NOlympia Berlin
Elmar Schütze: Die Olympia-Gegner. Noch in Übung von der ersten Bewerbung. In: Berliner Zeitung.

Contra Olympia: NOlympia Berlin
Michael Wojtek: Olympia-Gegner zur Umfrage. NOlympia warnt vor Entscheidung für Berlin. In: Der Tagesspiegel.

Forsa-Umfrage
RBB: Olympia: Berlin oder Hamburg? – Gutes Ergebnis, schlechtes Ergebnis.

Forsa-Umfrage:
Jens Uthoff: Olympia in Berlin oder Hamburg. Himmelhoch unjauchzend. In: TAZ.
Teaser: „In beiden Städten wollen die BewohnerInnen mehrheitlich Olympia. Wenn man der Umfrage glaubt. Begeisterung ist kaum zu sehen.“

Contra Olympia:
Ulf Poschardt: Mögen keine Spiele beginnen. In: Welt.
Teaser: „Berlin hat ersteinmal eine Chance vertan. Bei der Bewerbung der Hauptstädter um die Olympischen Spiele ist von Esprit und Kreativität nicht viel zu spüren.“

Lisa Sonnabend: Deutsche Bewerbung für Olympia 2024 Duell offen, Chancen gleich null. In: Süddeutsche Zeitung.
Teaser: „Warum sind die Umfrage-Ergebnisse alles andere als überwältigend? Was spricht für Berlin, was für Hamburg? Und warum hat eine deutsche Stadt sowieso keine Chance? Wie es mit der Bewerbung für Olympia 2024 weitergeht.“

Contra Olympia: Erwerbsloseninitiative Berlin
BASTA! Erwerbsloseninitiative Berlin: Ein Olympiastadion voller Zwangsräumungen! – Nein zum Jobcenter, Nein zu Olympia!.

Polizeiliche Überwachung des Bürgerforums „Olympische und Paralympische Spiele 2024 – Was will Berlin?
Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Christopher Lauer (PIRATEN) vom 17. Februar 2015. Polizeiliche Überwachung des Bürgerforums „Olympische
und Paralympische Spiele 2024 – Was will Berlin?
Zum Drucksache 17/15580 Schriftliche Anfrage

Contra Olympia: Onkel Fisch
ONKeL fISCH hilft: Was Hamburg vor der Olympiabewerbung wissen muss! (10.03.2015)
onkelfisch
„Hurra, 64% der Hamburger sind für Olympia®. Aber kennen die Hamburger den Vertrag mit dem IOC®?! Wir schon:“ Zum Video
[Lustig! Unbedingt ansehen!]

 

 

 

 

 

11. März
Contra Olympia: NOlympia Berlin und (N)olympia Hamburg:
Direkt aus dem dpa-Newskanal: Sportpolitik NOlympia in Berlin stärker als in Hamburg. In: Süddeutsche Zeitung.

Bewerbung 2024: Verwirrung um Schneelochs Aussage zur möglichen Nicht-Bewerbung Deutschlands:
Olympische Spiele 2024 Keine deutsche Olympia-Bewerbung für 2024?. In: Berliner Zeitung.
Teaser: „Möglicherweise bewirbt sich Deutschland überhaupt nicht für die Olympischen Spiele 2024. Diese Frage stellt der Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) [Walter Schneeloch] wenige Tage vor einer Empfehlung für Hamburg oder Berlin in den Raum.“

Bewerbung 2024: Verwirrung um Schneelochs Aussage zur möglichen Nicht-Bewerbung Deutschlands:
Regine Zylka: Es bleibt bei der Olympia-Bewerbung. In: Berliner Zeitung.
Teaser: „Der DOSB-Vorstandschef widerspricht den Äußerungen des DOSB-Vizepräsidenten Walter Schneeloch, der eine deutsche Olympiakandidatur überraschend infrage gestellt hatte.“

Bewerbung 2024: Verwirrung um Schneelochs Aussage zur möglichen Nicht-Bewerbung Deutschlands:
Hamburg 1: DOSB hadert mit Kandidatur, Handelskammer: Das wäre verwerflich! Reichen 64 Prozent nicht? Alle Infos.
[Der Berliner Wassertisch wertet das Ergebnis der Forsa-Umfrage als eine klare Absage an Olympische Spiele in Berlin. Bei einer ähnlichen „repräsentativen“ Umfrage hatten sich in München 65% der Befragten für die Olympischen Spiele 2022 ausgesprochen. Bei dem Volksentscheid 2013 erlitten die Olympia-Befürworter jedoch eine herbe Niederlage. Die Mehrheit sprach sich gegen die Spiele aus. Der DOSB weiß genau, dass ihm dies in Berlin auch droht. Er kann von daher mit dem Ergebnis der Umfrage nicht zufrieden sein.
Unser Statement: „Sollte sich der DOSB für Berlin entscheiden, dürfte ein Volksbegehren gegen die Olympiabewerbung leichtes Spiel haben. Die Berliner haben die Nase voll von Verträgen mit Gewinngarantie für Wirtschaftsunternehmen, die verantwortungslose Politiker in ihrem Namen abschließen. Berlin braucht vieles, aber keine Olympischen Spiele.“ (Quelle)].

Bewerbung 2024: Verwirrung um Schneelochs Aussage zur möglichen Nicht-Bewerbung Deutschlands:
Sport1: Verzicht auf deutsche Bewerbung um Olympia 2024 für Hörmann undenkbar.
Teaser: „DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat die Diskussionen um einen möglichen Verzicht auf die Bewerbung um Olympia 2024 beendet und stattdessen die deutschen Ambitionen unterstrichen.“
[Nach den für sie schlechten Ergebnissen der Forsa-Umfrage scheinen die Nerven beim DOSB blank zu liegen].

Deutschlands Bewerbung für Olympia 2024: Chancenlos wegen Fußball EM 2024
Oliver Fritsch: Olympische Spiele 2024. Hamburg ist fast chancenlos, Berlin aber auch. In: ZEIT.
Teaser: „In Hamburg sind mehr Menschen für Olympia als in Berlin. Nun wird beraten, wie es weitergehen soll. Doch die Chancen für 2024 stehen schlecht. Der Fußball ist schuld.“
Ausschnitt: „Vielleicht ist sich der DOSB also sicher, dass er in diesen Tagen einen Verlierer kürt. Vielleicht zielt er gar nicht auf Olympia 2024, sondern auf Olympia 2028. Er hofft, dass das IOC den zweiten Anlauf goutiert.“

Olympische Geldverschwendung:
Markus Völker (Sportredakteur): Kommentar Weltsportevent. Olympia braucht eine andere Vision. In: Taz.
Teaser: „Seit 1896 begleiten Zweifel die Olympischen Spiele: zu teuer, zu megaloman, zu fremdgesteuert. Ein verquaster Olympismus kann nicht die Lösung sein.“
Bürger für NOlympia: „Zuletzt sagten die Bürger in Oslo, Krakau, Graubünden, München oder Stockholm in Volksentscheiden Nein.“
Zur Forsa-Umfrage: „Die Zahlen sind oft Makulatur, wenn es zu einem Bürgerentscheid kommt. So geschehen bei der Münchner Bewerbung um die Winterspiele 2022. Eine Umfrage im Vorfeld des Bürgerentscheids ergab 65 Prozent Zustimmung, trotzdem senkte sich der Daumen der Münchner und Garmischer über dem Plan, die Winterspiele auszurichten.“
[Olympia braucht keine Vision. Olympia hat eine Vision – aber die passt nicht zu einer demokratischen Gesellschaft. Wir meinen: Olympische Spiele gehören auf den Müllhaufen der Geschichte!]

Contra Olympia Berlin: Hans-Ulrich Jörges:
Hans-Ulrich Jörges: „Klartext“ NOlympia Berlin. In: Stern. (Zum Video)
Hans-Ulrich Jörges sagt NOlympia
Teaser: „Berlin leidet an Größenwahn! Den BER bekommt es nicht fertig, dafür will es jetzt Olympia ausrichten. Wollen wir die Spiele wirklich an dem Ort eröffnen, an dem Hitler 1936 sein Olympia startete?“

Contra Olympia: Bündnis 90/Die Grünen:
Michael Reinsch: Deutsche Olympia-Bewerbung. Vorwürfe von Grünen gegen den DOSB. In: FAZ.
Teaser: „Die Grünen/Bündnis 90 nehmen nicht am Auswahlverfahren zur Bestimmung des deutschen Kandidaten für Olympia 2024 und 2028 teil. Das geht aus einem Brief hervor, der der F.A.Z. vorliegt. Darin enthalten sind Vorwürfe an den DOSB. “

Contra Olympia: Pressemitteilung von „Olympia verhindern“ zur Forsa-Umfrage:
Olympia verhindern: Manipulation der Umfrage zu Olympia in Berlin.

Contra Olympia Berlin:
Charlott Tornow: Berlin für Olympia? Von wegen!.

Achtung, Satire:
Hamburger Stimme: Mit Großprojekten hat die Hansestadt einfach kein Glück.
Teaser: „Die Kandidatur um die Bewerbung für die Olympischen Spiele 2024 verzögert sich mindestens bis zum 11. Januar 2017. Das erfuhr die Hamburger Stimme aus Sportfunktionärskreisen.“

Olympiagegner werden nicht vom Berliner Verfassungsschutz beobachtet:
Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Hakan Taş (LINKE) vom 04. März 2015
Beobachtung von Olympiagegnern durch den Verfassungsschutz?
Drucksache 17/15659 Schriftliche Anfrage
Ausschnitt: „Da die Grundvoraussetzung – Gefahren für die freiheitlich demokratische Grundordnung – beim Thema Olympia und die Diskussion über eine mögliche Bewerbung Berlins um die Olympischen Spiele nicht vorliegt, spielt das Thema für die Arbeit des Berliner Verfassungsschutzes derzeit keine Rolle.“

Bürgerinitiativen für NOlympia:
Maritta Tkalec: Olympia-Bewerbung. Berlins Bürger-Initiativen halten Wacht“. In: Berliner Zeitung.
Teaser: „Noch vier Tage bis zur Entscheidung. Am 16. März wird bekannt gegeben, ob sich Berlin oder Hamburg um Olympia 2024 bewerben soll. Wir nennen Gründe, die für die Hauptstadt sprechen. Diesmal: Berlins Aktivisten, die dafür sorgen werden, das nichts Böses geschieht.“

12. März:
Contra Olympia:
Juliane Leopold: So könnte Berlin sein Geld sinnvoller ausgeben als für Olympia. In: Buzzfeed.
Teaser: „Diese Stadt scheitert schon an viel einfacheren Aufgaben als einer Veranstaltung wie Olympia!“

Contra Olympia: NOlympia Berlin:
AUTOR: Judith Demba – Berlin schärfste Kritikerin. In: Berliner Zeitung.
Teaser: „Berlins Bewerbung für Olympia hat auch die größte Kritikerin reaktiviert. Judith Demba ist sich sicher, die Spiele spätestens bei der Volksbefragung im Herbst abwenden zu können. Dabei hat sie eigentlich eine ganz besondere Nähe zum Sport.“
[Berlin hat viele schärfste Kritiker_innen :-)].

Contra Olympia – Kosten:
Christian Spiller: Olympische Spiele. Die Rechnung, bitte!. In: Zeit.
Teaser: „Gegen die Olympischen Spiele gibt es vor allem ein Argument: die Kosten. Aber wie teuer ist das Spektakel eigentlich? Eine kleine Beispielrechnung“
Allein die Werbungkosten: „London kam mit umgerechnet etwa 38 Millionen Euro aus. […] Die Kosten für Berlin und Hamburg werden auf etwa 50 Millionen Euro geschätzt.“
London 2012: „Der britische Fernsehsender Sky Sport errechnete gar Gesamtolympiakosten in Höhe von 28,8 Milliarden Euro.“
Kosten: Olympische Spiele werden immer teurer als geplant. Forscher der Universität Oxford fanden heraus, dass die durchschnittliche effektive Kostenüberschreitung bei Olympischen Spielen 252 Prozent betrage, die Spiele also zweieinhalbmal teurer werden, als ursprünglich kalkuliert.
„Insgesamt kosteten die Olympischen Spiele 2012 in London also etwa 13,5 Milliarden Euro. Das soll nur ein grober Überblick sein. Abweichungen ergeben sich schon beim angenommen Wechselkurs (hier: 1 Pfund = 1,20 Euro). Vor allem aber bei Fragen, was noch zum Olympiatopf dazugerechnet werden könnte. Die 900 Millionen Euro etwa, die die Stadt für den Kauf des Olympiageländes ausgeben musste. In anderen Schätzungen ist demnach von 15,6 Milliarden Euro die Rede. Der britische Fernsehsender Sky Sport errechnete gar Gesamtolympiakosten in Höhe von 28,8 Milliarden Euro.“

Contra Olympia: Satire:
Bildergalerie: Hamburg versus Berlin: Der Zehnkampf um Olympia. In: Cicero.

Pro Olympia – Propanganda-Artikel:
Olympia-Gegner geraten zunehmend in die Defensive. Zahl der Befürworter ist laut Umfrage deutlich gestiegen. In: Morgenpost.
Ausschnitt: „Die Olympia-Gegner haben es derzeit schwer, an Unterstützung zu gewinnen. Bislang hat sich keine nennenswerte gesellschaftliche Gruppe gefunden, die beim Anti-Olympia-Bündnis mitmacht.“
[Hier werden mal so eben die Erstunterzeichner des Bündnisaufrufs NABU Berlin, NaturFreunde, Grüne Liga Berlin „vergessen“. Das Umfrageergebnis war für den DOSB desaströs. Es ist keine Olympiabegeisterung spürbar und es ist klar, dass das Ergebnis von 55% keinen Volksentscheid überleben wird.]

13. März:
Pro und Contra Olympia:
Marcel Gäding: Bezirks-Journal Forum und Meinung Olympia in Berlin: Ein Projekt spaltet die Geister. In: Bezirksjournal.
Teaser: „Berlin will die Spiele, zumindest sehen das 55 Prozent der Bevölkerung so, wenn man einer Umfrage glauben darf. Eine große Mehrheit sieht anders aus. Das Ergebnis passt jedoch in das Stimmungsbild der Stadt. Wie zuletzt beim Tempelhofer Feld gibt es Befürworter und Gegner. Das Bezirks-Journal lässt beide Seiten zu Wort kommen, zum einen die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, zum anderen die sportpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Gabriele Hiller“

Hamburg oder Berlin:
Peter Ahrens: Deutsche Olympia-Bewerbung: Hauptstadt oder Hansestadt – wer liegt vorn? In: Spiegel.

Contra Olympia:
Gabriele Hiller und Torsten Haselbauer: Elitäres Gehabe. In: Taz.
Teaser: „Gute Sportpolitik muss sich gegen das Profitstreben wenden, das nur wenigen nutzt“

LexOlympia:
Wissenschaftlicher Parlamentsdienst (WPD) des Berliner Abgeordnetenhauses meint: Für LexOlympia (Befragung der Berliner) sei keine Verfassungsänderung nötig. (vgl. dagegen: Hochschule Osnabrück: Rechtsprofessoren aus Osnabrück und Ludwigsburg prangern Olympiagesetz an. Geplante Volksbefragung in Berlin verfassungswidrig. 21.01.2015. (Verfassungsrechtliche Stellungnahme)

2020 Olympischen Sommerspiele in Tokio – Toyota wird IOC-Sponsor 2015 bis 2024: Toyota
Vertrag bis 2024: Toyota wird IOC-Großsponsor. In: Produktion.
Teaser: „Toyota sponsert künftig die Olympischen Spiele. Der japanische Autobauer schloss am Freitag einen großen Sponsorenvertrag mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC).“

Ablauf Entscheidung:
Olympia-Countdown: So läuft die Entscheidung. In: NDR.
Ausschnitt: „Die deutsche Bewerberstadt [Hamburg oder Berlin] würde im Fall einer internationalen Niederlage [2017] automatisch für 2028 wieder ins Rennen gehen.“

ZDF-Umfrage:
Ingo Salmen: Politbarometer zu Olympia Umfrage: Mehrheit will Spiele in Berlin und Hamburg. In: Tagesspiegel.
Teaser: „Grundlage war eine telefonische Befragung 1266 zufällig ausgewählter Wahlberechtiger in der Zeit vom 10. bis 12. März 2015.
Ergebnis:
Hamburg und Berlin als gemeinsame Bewerber: 47 %
Für Hamburg = 28 %
Für Berlin = 17 %

14. März:
Aktivist*innen vom NOlympia Bündnis haben Veranstaltungsflyer vor der Marheinekehalle verteilt. Wieder sehr positive Resonanz. Einige Bürger fragen, ob es bald einen NOlympia-Volksentscheid gibt.

Contra Olympia:
Evi Simeoni : Olympia-Kommentar Trippelschritte und laue Lüftchen. In: FAZ.
Teaser: „Die Entscheidung des DOSB, ob sich Hamburg oder Berlin für Olympia 2024 bewirbt, ist nicht mal ein Anlauf. Spätestens im Sommer dürfte die deutsche Begeisterung für die Sommerspiele einen Dämpfer erhalten.“
Ausschnitt: „Eine Zustimmung von 55 Prozent wie in Berlin könnte da natürlich leichter unter die 50-Prozentmarke rutschen als die 64 Prozent von Hamburg – und im September ist Bürgerbefragung.“

15. März:
Treffen von DOSB-Präsidium und -Vorstand mit den nationalen Spitzenverbänden.

Presseerklärung NOlympia Berlin: NOlympia-Bündnis fordert den Senat auf, die Olympia-Bewerbung nach der Umfrage-Schlappe zu beenden.

Peter Ahrens: Olympia 2024 – Hamburg oder Berlin? Und der Gewinner ist …. In: Spiegel.

Contra Olympia:
Gereon Asmuth: Kommentar Olympia-Bewerbung: Verlieren ist das neue Gewinnen. In: taz.
Teaser: „Nicht die Städte sollten sich beim IOC, sondern das IOC bei den Städten bewerben. Das wäre fair. Bis dahin werden aber noch Millionen verschwendet.“
[Gereon Asmuth wünscht sich mehr imagefördernden Luxus. Wir nicht. Marode Schulen etc. kommen in dem Artikel natürlich nicht vor.].

16. März:
Der eigentliche Entscheidungstag: Präsidium des DOSB trifft sich.
Hamburg und Berlin werden ihre Olympia-Konzepte bei der Sitzung des DOSB-Präsidiums in Frankfurt am Main präsentieren. (Quelle)

Es entscheiden: Hörmann (Präsident, Kempten), Stephan Abel (Vizepräsident Wirtschaft und Finanzen, Hannover), Ole Bischof (Vizepräsident Leistungssport, Hamburg), Walter Schneeloch (Vizepräsident Breitensport und Sportentwicklung, Bensberg), Petra Tzschoppe (Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung, Leipzig), Ingo Weiss (Vorsitzender Deutsche Sportjugend, Münster), Christian Schreiber (Vorsitzender Athletenkommission, Halle) und Claudia Bokel (IOC-Mitglied, Wermelskirchen). (Quelle)

„Die deutsche Bewerberstadt [Hamburg oder Berlin] würde im Fall einer internationalen Niederlage [2017] automatisch für 2028 wieder ins Rennen gehen.“ (Quelle)

NOlympia Berlin: 16 Uhr, Public waiting! Vor dem L.U.X. (Schlesische Str. 41, 10997 Berlin Kreuzberg)

Abstimmung DOSB:
Bodo Straub, Friedhard Teuffel, Sabine Beikler, Benedikt Voigt, Ingo Salmen, Jürgen Hoffmann: Olympia-Liveticker zum Nachlesen. Hamburg bewirbt sich um Olympia 2024 und 2028. In: Tagesspiegel.
Ausschnitt: „Berliner Olympia-Gegner wollen sich auch in Hamburg engagieren. Beim Treffen von NOlympia-Aktivisten, darunter Vertreter der Linken genauso wie der Initiative „100 % Tempelhofer Feld“ richten sich die Blicke schon in die Hansestadt – auch wenn es weiterhin keine offizielle Bestätigung gibt, dass Hamburg den Zuschlag für die deutsche Bewerbung erhalten haben soll. „Wir kommen nach Hamburg und unterstützen dort auch die Gegner“, sagte Sigrun Franzen vom Berliner Wassertisch beim Treffen der Aktivisten vorm Lux in Kreuzberg.“

Contra Olympia: NOlympia Berlin
Frank Bachner, Lea Albring: Berliner Aktivisten ziehen weiter. Olympiagegner wollen in Hamburg mobil machen. In: Tagesspiegel.

Contra Olympia: NOlympia Berlin
Foto in der Berliner Zeitung.

17. März:
Gescheiterte Olympia-Bewerbung Berlin
Jens Weinreich: Das Problem der Einmütigkeit. In: Krautreporter.
Teaser: „Das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes hat sich für Hamburg als deutschen Olympiabewerber 2024 ff. entschieden. Wie geht es nun weiter, und wie steht es um die Chancen dieser Bewerbung?“

Pro Olympia Berlin 2028: Tim Renner
SID: Olympia: Renner hält neue Berlin-Bewerbung für möglich. In: ZEIT.
Teaser: „Berlin hat sich trotz der Niederlage seiner Olympia-Bewerbung gegen Hamburg noch nicht ganz aufgegeben. Kulturstaatssekretär Tim Renner (SPD) hält spätestens für 2028 eine Kandidatur wieder für möglich.“
Tim Renner: »Ich glaube, dass das eine größere Breite bekommen wird, und dann gucken wir mal, ob das Ding für 2028 nicht wieder aufgemacht wird und ich dann die Chance habe, den Regierenden Bürgermeister 2024 nach Boston zu begleiten, wenn er die olympische Fahne abholt.«

Bundesinnenminister: Pro Olympia – Pro Patriotismus
SID: De Maizière fordert: „Für Olympia sind wir ab heute alle Hamburger“. In: Handelsblatt.
Ausschnitt: de Maizière zu den Olympischen Spielen in Deutschland: „Es gebe „viele gute Gründe für Olympische und Paralympische Spiele in unserem Land“, erläuterte de Maizière. Die Spiele wirkten sich positiv auf Staat, Wirtschaft und Gesellschaft aus. Sie stärkten zudem den Patriotismus, seien eine Chance für den Sport in der Region und für Deutschland als Ganzes.“
[In Zeiten von Pegida halten wir ein Anheizen von Patriotismus und Nationalismus für unverantwortlich!].

18. März:
Geplantes Ende der zweiten Online-Befragung des Senats zu den Ideen für ein Berliner Olympiakonzept

19 Uhr, Kreuzberg Museum, Adalbertstr. 95a, 10999 Berlin (Openstreetmap)

NOlympia-Veranstaltung:
“Olympische Spiele- Verdrängung & Widerstand” Eine gemeinsame Veranstaltung des Bündnisses “Zwangsräumungen verhindern!” des NOlympia Berlin Bündnisses und des “Initiativkreises Olympia verhindern”
„Gemeinsam mit Julian Cheyne aus London wollen wir die Folgen von Megaevents für die Stadtstruktur und die Stadtgesellschaft aufzeigen und über Gegenstrategien diskutieren. Ein Blick auf einige Austragungsstädte der Vergangenheit verdeutlicht, welche Folgen Olympische Spiele haben. In Barcelona wurden zu den Spielen 1992 angrenzende Stadtviertel und ein Großteil der Hafenfront umgestaltet. Rund um das olympische Dorf wurden 90% der dort lebenden Roma verdrängt. Für Atlanta 1996 wurden 2.000 Sozialwohnungen abgerissen und 6.000 Mieter/innen zwangsgeräumt. Während der Wettkämpfe wurden über 9.000 Obdachlose in Gewahrsam genommen. Sydney verzeichnete zwischen 1993 und 2000 einen Anstieg der Mieten um 40%. Von den Olympischen Spielen 2004 in Athen blieben gigantische Ruinen der Wettkampfstätten.“
Ankündigung
Zu Julian Cheyne: Charlotte Baxter: Displaced by London’s Olympics. In: The Guardian, 2.6.2008.
Teaser: „The Clays Lane housing estate in east London used to be home to up to 450 tenants – until it was compulsorily purchased in the summer of 2007 to make way for the site of the 2012 Olympics. Julian Cheyne, a tenant on the estate since 1991, was vociferously opposed to his eviction. He now lives in temporary accommodation and says that he and his ex-neighbours are struggling to make ends meet“

Gescheiterte Olympia-Bewerbung Berlin:
Friedhard Teuffel: Gescheiterte Olympia-Bewerbung. Mit Füßen getreten. In: Tagesspiegel.
Ausschnitt: „Henkel musste aggressivere Fragen beantworten, etwa die des Squash-Verbandes, wo Berlin denn das Selbstbewusstsein hernehme, nach dem Bewerbungsdesaster von 1993 einen neuen Anlauf zu wagen. Der Präsident des Deutschen Handball-Bundes, Bernhard Bauer, verglich den Widerstand in Berlin gar mit dem gegen Stuttgart 21. Von den großen Verbänden redete nur der Deutsche Turner-Bund für Berlin und lobte die Kompetenz bei Sport-Großereignissen.“

19. März:
Gescheiterte Olympia-Bewerbung Berlin:
Alexander Marguier: Dorf ohne Olympia. In: Cicero.
Ausschnitt: „Der Regierende Bürgermeister Michael Müller findet es „müßig“, über die Niederlage bei der Olympia-Bewerbung zu reden. Wenn Wurstigkeit und Selbstüberschätzung olympische Disziplinen wären, dann hätte Berlin auf jeden Fall eine Goldmedaille verdient“
[Stimmt zwar, was Marguier über die Kampagne sagt, aber trotzdem hätte ein solches „Plebiszit von oben“ nicht viel mit direkter Demokratie zu tun].

20. März:
Negative Folgen von Olympia:
Gernot Knödler: Mahnende Beispiele für Hamburg. Wie Olympia Städte auspresst. In: taz.
Teaser: „Schon andere Städte versuchten, Olympia zur Entwicklung zu nutzen. Funktioniert hat das nur halbwegs in Barcelona, schreibt der Ökonom Andrew Zimbalist.“
[In diesem Artikel wird der Fall Barcelona zu positiv dargestellt.]

21. März:
Missbrauch eines „Symbols für die demokratische Freiheit“:
„12.28 Uhr: Bundesinnenminister Thomas de Maizière richtet eine Botschaft an die vielen Bedenkenträger im Land: >Es wird Bedenken geben, lohnt der Aufwand, werden die Kosten eingehalten, aber es gibt keine große Sache ohne Bedenken. Diese sollten wir ernst nehmen, aber vor allem sollten wir die Chance nutzen. Olympische Spiele sind eine Jahrhundertchance für jede Stadt.< […] 13.23 Uhr: Michael Vesper bittet zur Abstimmung. 410 Stimmen sind zu verteilen. Wer für Hamburg votieren will, soll schwarz-rot-goldene Stimmkarten in die Höhe galten. Ergebnis: Keine Gegenstimme, keine Enthaltung, für Hamburg ist der Weg frei.“ (Quelle)
Auf der außerordentlichen DOSB-Mitgliederversammlung in der Frankfurter Paulskirche votieren alle 410 Delegierten für Hamburg. Falls es Hamburg im ersten Anlauf für 2024 nicht schaffen sollte, ist eine zweite Kandidatur für 2028 vorgesehen. 
[Indem der DOSB ausgerechnet in der Frankfurter Paulskirche, dem „Symbol für die demokratische Freiheit“ den Bewerber bekanntgibt, versucht er anscheinend, das Demokratiedefizit durch Symbolpolitik zu kaschieren.
Nun müssen die Hamburger_innen der Bewerbung zustimmen. Da allerdings die das IOC erst nach dem Ablauf der Bewerbungsfrist die geheimen Verträge veröffentlichen wird, müssen die Hamburger über eine Katze im Sack abstimmen.]

Hamburg nun offizieler Olympia-Bewerber:
DOSB kürt Hamburg zum Olympia-Bewerber. In: ZEIT.
Teaser: „Hamburg ist offiziell die Bewerberstadt für die Olympischen Spiele 2024. Es sei wieder an der Zeit, Olympia nach Deutschland zu holen, sagte Bürgermeister Olaf Scholz“
Ausschnitt: „410 Delegierte votierten für Hamburg, es gab keine Enthaltung.“
Ausschnitt: Der Berliner Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) in seiner Rede: „Es tut immer noch etwas weh.“
Ausschnitt: „Als mögliche Konkurrenten von Hamburg gelten Boston, Budapest, Doha, Rom, Paris, Istanbul und eine australische Stadt.“

Arbeiterolympiade:
René Martens: Olympische Spiele der Arbeiterbewegung. Gegen den Ungeist des Nationalismus. In: Taz.
Teaser: „Vor 90 Jahren veranstalteten Arbeiter ihre eigenen Olympischen Spiele – als Zeichen gegen die IOC-Spiele und für Völkerverständigung.“
Ausschnitt: „Keine Nationalfahnen, keine Nationalhymnen, kein Medaillenspiegel – vielleicht ließe sich Olympischen Spielen unter solchen Bedingungen ja so manches abgewinnen. Vorstellbar sind solche Veranstaltungen heute nicht mehr, doch vor 90 Jahren gab es sie“

Olympia Hamburg: Verdrängung ohne Widerstand:
Alena Jabarine: Wenn Olympia kommt, muss Ralf Vaust weg. In: NDR.
„Wenn die olympischen Spiele im Jahr 2024 oder ’28 nach Deutschland kommen, dann kommen sie nach Hamburg. Die Entscheidung wurde gefeiert und bejubelt, bei Hamburgs Sportsenator Neumann flossen öffentlich Freudentränen. Fernab der Öffentlichkeit flossen aber auch Tränen der Traurigkeit. Denn Olympische Spiele in Hamburg würden für die letzten Bewohner im Hamburger Hafen bedeuten: Sie müssen umsiedeln. […] Für Sportler und Fans sind die Olympischen Spiele ein Erlebnis, das gut zwei Wochen dauert. Für den 80 jährigen Ralf Vaust wäre es ein lebensveränderndes Ereignis.“

25. März:
Olympia Hamburg: Nur die LINKSFRAKTION sagt NOlympia!
Sven-Michael Veit: Debatte über Olympia. Schöner die Spiele nie waren. In: taz.
Teaser: „In der Bürgerschaft suchen Rote und Grüne den breiten Konsens. Nur Die Linke will da nicht mitspielen. Initiative (N)Olympia rechnet mit versteckten Milliarden-Kosten.“

3. April:
Forsa-Umfrage:
Frederik Bombosch: Wohnungen am Flughafen Tegel – auch ohne Olympia. In: Berliner Zeitung.
Teaser: „Wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Berliner Zeitung zeigt, sind nur 28 Prozent der Berliner enttäuscht, dass Hamburg als Bewerberstadt für die Spiele ausgewählt wurde. Doch nach ihrem Willen soll ein wesentlicher Teil der Planungen dennoch realisiert werden.“
 

Weiterer Fahrplan:

13. September:
Nach dem Gesetzentwurf vom 20. Januar 2015 hätte eine rechtlich unverbindliche (!) Volksbefragung stattfinden sollen, also VOR einer Veröffentlichung der bis dahin geheimen Verträge! Die Bürger_innen hätten nicht gewusst, worüber sie abstimmen!
„Die olympiakritische Bewegung NOlympia bezweifelt den Sinn der Abstimmung, weil die Bürger nicht wüssten, was die Spiele kosten werden und zu welchen Bedingungen Berlin sie bekommt.“

15. September:
Frist endet: Die Frist des DOSB für die Bekanntgabe der Bewerberstadt aus Deutschland beim IOC endet. Die Bewerbungsunterlagen von Hamburg müssen jetzt spätestens eingereicht sein.

16. September:
Pünktlich NACHDEM die BürgerInnen Hamburgs befragt wurden und die Frist für die Einreichung der Bewerbung abgelaufen ist, veröffentlicht der IOC den Host-City-Vertrag (von Prof. Manssen 2011 als sittenwidriger Knebelvertrag bezeichnet.)

Juni 2016:

Das IOC entscheidet über die Bewerber um die Spiele 2024.

September 2017

Lima. Auf dem Kongress des Internationale Olympische Komitees (IOC) wird die Olympia-Stadt für 2024 gewählt.

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