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DLF: Mehr als 350.000 Unterschriften gegen Olympische Spiele

14. Mai 2021

In Japan wächst der Widerstand gegen die Olympischen Spiele im Sommer.

Eine Delegation übergab heute der zuständigen Gouverneurin in Tokio eine Petition mit rund 351.000 Unterschriften. Darin heißt es, in Zeiten einer Pandemie stelle sich die Frage, ob man das Leben priorisieren wolle oder eine Veranstaltung, die sich Olympische Spiele nenne. Die japanische Öffentlichkeit stehe inzwischen mehrheitlich hinter der Forderung nach einer Absage.

Das Internationale Olympische Komitee hält allerdings trotz der Bedenken an den Spielen fest. Erst am vergangenen Mittwoch bekräftigte IOC-Chefsprecher Adams, man habe Verständnis für jede Sorge, sei aber entschlossen – so wörtlich – exzellente Spiele zu liefern, die die Welt zusammenbringen würden.

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Reaktion des Deutschen Journalisten-Verbands auf den geplanten IOC-Kanal

Kein TV-Ersatz
Pressemitteilung DJV
9.12.2014


Der Deutsche Journalisten-Verband sieht den Beschluss des Internationalen Olympischen Komitees kritisch, für künftige Olympische Spiele einen IOC-eigenen Sportkanal einzurichten.

Der Deutsche Journalisten-Verband sieht den Beschluss des Internationalen Olympischen Komitees kritisch, für künftige Olympische Spiele einen IOC-eigenen Sportkanal einzurichten.

Diese Entscheidung ist Teil der sogenannten Agenda 2020, die das IOC auf seiner Sitzung in Monaco am gestrigen Montag verabschiedet hat. Der „Olympia-Kanal“ soll die Olympischen Spiele in fernsehtauglicher Qualität im Internet übertragen. Darüber hinaus beschloss das IOC, die Spiele von reinen Sportereignissen zu Veranstaltungen mit Event-Charakter zu verwandeln.

„Das IOC muss sicherstellen, dass der Olympia-Kanal nicht die Sportübertragungen des öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunks ersetzt“, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Wenn an die Stelle von kritischer Sportberichterstattung ein IOC-Sportwerbeprogramm treten solle, laufe der olympische Sport Gefahr, zur reinen Show zu verkommen. „Über die Olympischen Spiele muss auch weiterhin journalistisch berichtet werden“, forderte Konken. Die vorhandenen Programmangebote der öffentlich-rechtlichen und privaten Sender seien ausreichend, um kritisch und umfassend über die Spiele zu berichten. „Es ist fragwürdig, die objektive Berichterstattung durch einen vom IOC gesteuerten Olympia-Kanal zurückzudrängen.“

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13

Zur Pressemitteilung

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Weitere Reaktionen auf die am im Dezember beschlossenen „Reformen“ des IOC:

Thomas Kistner: Dopingvorwürfe stören den schönen Schein. In: Süddeutsche, v. 9.12.2014.
DJV: Pressemitteilung: Olympia-Kanal. Kein TV-Ersatz, v. 9.12.2014.
Eva Simeoni: Bachs Agenda 2020. In: FAZ, v. 10.12.2014.